Schweiz

Bauernhof im Oberaargau wird bei Vollbrand komplett zerstört

17 Kühe gerettet

Bauernhof im Oberaargau wird bei Vollbrand komplett zerstört

19.03.2022, 21:13 Uhr
· Online seit 19.03.2022, 11:43 Uhr
In Bollodingen im Oberaargau ist am Freitagabend ein Bauernhof in Brand geraten. Verletzt wurde niemand, 17 Kühe konnten aus dem Stall gerettet werden. Die Brandursache ist noch unklar.

Quelle: TeleM1

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An der Dorfstrasse in Bollodingen im Oberaargau ist am Freitagabend kurz nach 20 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Der Bauernhof stand bereits in Vollbrand, als die Feuerwehr ankam, heisst es in einer Mitteilung der Kantonspolizei Bern. Dennoch konnten die 62 Einsatzkräfte der Feuerwehren Langenthal und Buchsi-Oenz den Brand unter Kontrolle bringen und löschen.

Doch von Anfang an ist klar: Das Gebäude ist nicht mehr zu retten – dafür aber die 17 Kühe und Kälber, die sich im brennenden Stall befanden. Einen Teil der Tiere konnten die rund 60 Feuerwehrleute rausholen, danach wurde es zu gefährlich. 

Tiere lebend geborgen

Trotzdem gaben sie nicht auf: «Wir konnten aber mit dem mobilen Grossventilator der Feuerwehr Langenthal während rund einer Stunde einen Wassernebel in den Stall blasen und konnten so die restlichen fünf Tiere lebend herausholen», sagt Simon Schär, Kommandant der Feuerwehr Buchsi-Oenz. Vom Bauernhof ist ausser den Grundmauern nicht mehr viel übrig. Auch den Nachmittag verbringt die Feuerwehr damit, die restlichen Glutnester auszulöschen. 

Augenzeugin Vreni Aebersold kann es noch immer nicht ganz fassen. Sie war zum Zeitpunkt des Brandes bei einer Klassenzusammenkunft im Dorf. «Wir waren gerade mit dem Essen fertig, da habe ich zum Fenster hinausgeschaut und gerufen: Es brennt! Wir rannten alle raus und da war stand der Bauernhof schon in Vollbrand», erzählt sie «Tele M1». «Es hat gebrannt wie verrückt.»

Der Wind war Fluch und Segen zugleich

Dass sich das Feuer so schnell ausbreiten und durch das Gebäude fressen konnte, lag vor allem an der Bise, die durch den Oberaargau gezogen ist. Immerhin hat die Windrichtung der Feuerwehr in die Karten gespielt. Simon Schär erklärt: «Zum Glück hat er gegen das offene Feld geblasen. Man sieht es auch auf den Bildern, es war ein starker Funkenflug gegen das offene Feld. Es brannte sogar ein Baum und wir konnten einfach von der anderen Seite lange nicht hin.»

Die Brandursache ist noch unklar. Die Ermittlungen wurden aufgenommen. Im Haus lebte ein Mann, für ihn konnte man mittlerweile eine Unterkunft finden. Die Tiere wurden auf umliegende Bauernhöfe gebracht. 

(vro/gch)

veröffentlicht: 19. März 2022 11:43
aktualisiert: 19. März 2022 21:13
Quelle: ArgoviaToday

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