Vereinte Nationen

Bund prüft Kandidatur für UNO-Klimagipfel

26. April 2022, 13:51 Uhr
Die UNO-Klimakonferenz könnte schon bald in der Schweiz stattfinden. Eine entsprechende Kandidatur wird derzeit geprüft. Der Grossevent würde auch einige Herausforderungen für die Schweiz bringen.
Umweltministerin Simonetta Sommaruga misst den Arbeiten für die Kandidatur hohe Priorität bei.
© KEYSTONE/PETER SCHNEIDER

Der UNO-Klimagipfel könnte bald erstmals in der Schweiz stattfinden. Entsprechende Vorabklärungen seien im Gange, bestätigte das Staatssekretariat für Finanzfragen gegenüber dem «Tagesanzeiger». Die nächste Ausgabe des Events ist im kommenden November in Ägypten geplant, letztes Jahr fand der Event in Schottland statt.

Seit 1995 ist es das Ziel der Konferenz, der weltweiten, menschengemachten Klimaerwärmung entgegenzuwirken. Besonders Umweltministerin Simonetta Sommaruga messe der Kandidatur eine hohe Priorität bei. Zudem sei auch das Aussendepartement von Bundespräsident Ignazio Cassis in die Vorbereitungen involviert. Der Gesamtbundesrat könnte laut «Tagesanzeiger» schon bald über eine Bewerbung entscheiden.

Herausforderung für so viele Gäste

Für die Schweiz würde der Grossevent einige Herausforderungen darstellen. Zur letzten Konferenz im schottischen Glasgow reisten über 30'000 Teilnehmende. Die Stadt hatte dafür zu wenig Hotelbetten und musste sogar zwei Kreuzfahrschiffe nutzen, um Gäste unterzubringen. Viele seien in Schottland in Privathaushalten beherbergt worden. Aus der Schweiz reisten damals drei Bundesräte an den Klimagipfel. Zudem waren prominente Gäste wie Joe Biden, Angela Merkel oder Greta Thunberg anwesend.

In der Schweiz sei eine Austragung in vier Jahren realistisch. Finanziell müsse man wohl mit einem Betrag im tiefen dreistelligen Bereich rechnen, schreibt der «Tagesanzeiger».

(log)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 26. April 2022 13:52
aktualisiert: 26. April 2022 13:52
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