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«Ich nehme Steine mit»

Der Bundesrat kommt nach Luzern – die Polizei ist vorbereitet

13. Oktober 2021, 08:06 Uhr
Der Bundesrat ist heute Mittwoch in Luzern. Nach seiner Sitzung am Vormittag will er sich nach dem Mittag mit der Bevölkerung austauschen. Vorgabe: Zertifikatspflicht. Das passt einigen Massnahmen-Gegner nicht und deshalb rufen sie zu einer Demo auf der Lido-Wiese auf. Die Polizei ist vorbereitet.
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Quelle: ArgoviaToday

In regelmässigen Abständen reist der Bundesrat für seine Sitzung «extra muros» durch die Schweiz. Damit will er seine Verbundenheit zu den Regionen des Landes zeigen. Nächster Halt ist heute Mittwoch: Luzern. Im Anschluss an die Sitzung, um ca. 12.30 Uhr, will er sich zudem mit der Bevölkerung zu einem Apéro im Verkehrshaus treffen. Massnahmen-Gegner wollen dort gegen die Zertifikatspflicht demonstrieren. In der Telegram-Gruppe «Corona-Rebellen» kursiert ein Flyer, der zur Kundgebung vor dem Verkehrshaus aufruft. Alain Berset wird dort als «Alain Perverset» bezeichnet. Die Luzerner Polizei hat Kenntnis von dem Aufruf und ist entsprechend vorbereitet, wie Christian Bertschi, Chef Kommunikationsdienst der Luzerner Polizei, auf Anfrage von PilatusToday und Tele 1 versichert. Zu ihrem Dispositiv will die Polizei keine Angaben machen.

Drohungen gegen Berset

Die Kommentare im Telegram-Chat sind allgemein sehr gehässig und enthalten auch Drohungen. Eine Person schreibt: «Ich nehme Steine mit!» Ein anderer geht noch einen Schritt weiter: «Hoffentlich gibt es niemanden, der den Bundesrat nicht gerne hat und der auch noch bewaffnet ist. Oh das gibt es ja, nämlich das Schweizer Volk.» Christian Bertschi sagt, dass der Einsatz für die Luzerner Polizei eine Herausforderung sei, denn das oberste Ziel ist, die Sicherheit der Bundesrätinnen und Bundesräte während des Aufenthalts in Luzern zu gewährleisten.

Im Chat der Corona Rebellen Schweiz wird zu Demos aufgerufen.
© PilatusToday

Demo ist unbewilligt

Die Demo vor dem Verkehrshaus ist unbewilligt, wie die Stadt Luzern auf Anfrage bestätigt. «Bei uns ist bis jetzt kein Gesuch eingegangen», sagt Mario Lütolf, Leiter Dienststelle Stadtraum und Veranstaltungen. Eine solche bräuchte es aber, da zu einer Kundgebung aufgerufen wird.

Die Gruppe bezieht sich auf einen Bericht von PilatusToday.
© PilatusToday

(van, kra)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 13. Oktober 2021 06:07
aktualisiert: 13. Oktober 2021 08:06