Start- und Landerechte

Deshalb führt die Swiss sogenannte Leerflüge durch

12. Januar 2022, 20:07 Uhr
Die Swiss rechnet aufgrund der Omikron-Variante weiterhin mit gestrichenen Flügen. Damit die Start- und Landerechte gesichert sind, muss auch die Swiss «unnötige Flüge» durchführen.
Die Swiss muss wegen der Auswirkungen der Coronapandemie mehr Flüge streichen und Leerflüge durchführen.
© KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

Die Swiss rechnet aufgrund der Corona-Massnahmen und der tiefen Nachfrage weiterhin mit Flug-Annullierungen. Der Umfang liege bei acht Prozent für den gesamten Winterflugplan (Oktober 2021 bis März 2022), erklärt Mediensprecherin Meike Fuhlrott auf Anfrage von ArgoviaToday. Dies entspreche 2900 Flügen, 1200 davon seien bereits in den vergangenen Wochen gestrichen worden.

Die Swiss führt «Leerflüge» durch

Lufthansa-Chef Carsten Spohr gab kürzlich in einem Interview bekannt, dass die Lufthansa Group bis zu 18'000 Leerflüge durchführen muss. Diese «unnötigen Flüge» seien nötig, um die Start- und Landerechte zu sichern, so will es die Slot-Regelung der EU.

Mit dem Beginn der Pandemie hat die EU diese Regel aufgelöst und erst mit dem Winterflugplan ab November 2021 wieder eingeführt: Der Wert liegt derzeit bei 50 Prozent. Die Lufthansa-Tochter Swiss muss diese Leerflüge auch durchführen. Auf Anfrage wollte man die Zahl der Leerflüge nicht beziffern. «Die genannten Flüge sind regulär buchbar und finden oft mit tiefer Auslastung statt», sagt Fuhlrott.

Rückgang der Neubuchungen und mehr Annullationen

Einreisebestimmungen wie PCR-Testpflicht und Quarantäne hätten zum deutlichen Rückgang der Neubuchungen geführt, so Fuhlrott. Gleichzeitig seien immer mehr Buchungen annulliert worden. Man spüre die Restriktionen deutlich, aber nicht mehr so extrem wie bei vorherigen Wellen. «Die Swiss bietet aktuell rund 55 Prozent der Kapazität von 2019 an, im Januar 2021 waren es 25 Prozent», sagt Fuhlrott.

(umt/kmu)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 12. Januar 2022 20:05
aktualisiert: 12. Januar 2022 20:07
Anzeige