Coronavirus

Die Pandemie nagt an der Motivation der ETH-Studierenden

4. Oktober 2021, 21:26 Uhr
Die Corona-Pandemie beeinträchtigt viele beim Lernen: Waren 2015 noch 82 Prozent der Studierenden mit ihrem Studium an der ETH Zürich zufrieden oder sehr zufrieden, waren es im Frühling 2021 noch 62 Prozent, wie eine Umfrage zeigt.
Da hilft auch das schönste Lehr-Gebäude nichts: In der Umfrage meinten 43 Prozent der Teilnehmenden, sich in der Pandemie nicht angemessen ihrem Studium widmen zu können.
© Keystone

Der Grund für die gesunkene Zufriedenheit liegt nahe, wie die ETH Zürich in einer Mitteilung vom Montag schreibt. «Die persönliche Situation der Studierenden litt in der Pandemie.»

In der Umfrage meinten 43 Prozent der Teilnehmenden, sich in der Pandemie nicht angemessen ihrem Studium widmen zu können. Von ihnen gaben vier von fünf an, dass ihnen die Motivation fehle. Ebenso viele vermissten den Austausch mit anderen Studierenden.

Die gesunkene Zufriedenheit beunruhigt die ETH-Verantwortlichen aber nicht: Die Umfrage sei vor allem dazu da, Warnsignale und verborgene Entwicklungen zu erkennen, heisst es in der Mitteilung. «Glücklicherweise sehen wir keine solchen.» Dass die Zufriedenheit unter den aktuellen Verhältnissen leide, habe die ETH erwartet.

Trotz allem: Mit dem Unterricht zufrieden

Den Unterricht selbst bewerten die Studierenden trotz Pandemie mehrheitlich positiv. Bei vielen spezifischen Fragen hat sich die ETH gemäss Mitteilung verbessert.

Am meisten hadern die Studierenden mit der Zeit: Nur 43 Prozent finden den zeitlichen Aufwand für ihr Studium angemessen, und lediglich 30 Prozent empfinden, genügend Zeit zur Vor- und Nachbereitung von Lehrveranstaltungen zu haben.

Die Umfrage hat ein externes Unternehmen durchgeführt. Von den 17’876 angeschriebenen Bachelor- und Masterstudierenden haben knapp 7600 bei der Online-Befragung mitgemacht.

Quelle: sda
veröffentlicht: 4. Oktober 2021 21:26
aktualisiert: 4. Oktober 2021 21:26
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