Coronavirus

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Corona-Strategie des Bundes

30. Juni 2021, 21:09 Uhr
Zwar hat sich die Situation in der Schweiz in den letzten Wochen stark verbessert, doch der Bundesrat möchte vorbereitet sein, falls sich die Lage spätestens im Herbst wieder verschlechtern sollte.
«Endlich wieder ohne Maske sprechen zu können ist sehr schön», sagt Bundesrat Alain Berset vor den Medien.
© Keystone

Rechnet der Bundesrat mit einer vierten Welle im Herbst?

Der Bundesrat ist überzeugt, dass die Impfung die beste Möglichkeit ist, der Pandemie zu begegnen. «Die Varianten werden immer ansteckender, deshalb ist es klar, dass früher oder später alle mit Corona in Kontakt kommen. Entweder mit der Impfung oder mit dem Virus selbst», sagte Bundesrat Alain Berset vor den Medien. Der Bundesrat rechnet mit einem Anstieg der Coronazahlen im Herbst. Er stellt aber auch klar: «Die Entwicklung im Herbst wird von der Anzahl Geimpften abhängen» – je mehr Geimpfte, desto besser.

Was passiert, wenn die Fallzahlen wieder steigen?

Sollten die Ansteckungszahlen steigen – zum Beispiel, weil der Anteil nicht geimpfter Personen zu hoch ist oder sich das Wetter stark ändert –, sieht der Bundesrat drei zentrale Massnahmen vor: die schnelle Erkennung von neuen Virusvarianten, die Erhöhung der Impfbereitschaft und die Vorbereitung der dritten Impfung nach zwölf Monaten.

Wie lange dauert es, bis ein neuer mRNA-Impfstoff hergestellt ist?

Sollte eine Virusvariante auftreten, bei der der Impfschutz nicht trägt, müssen laut Bundesrat Anpassungen beim mRNA-Impfstoff vorgenommen werden. Diese würden innerhalb von sechs Monaten möglich sein.

Für wen ist die Delta-Variante gefährlich?

In Ländern, in denen die Delta-Variante vorherrschend ist, wurde festgestellt, dass überdurchschnittlich viele Ansteckungen in Schulen passieren. Deshalb werden die Kantone aufgefordert, den Schulbetrieb mit repetitiven Tests nach den Ferien aufrechtzuerhalten.

Warum wird die Kontaktverfolgung einfacher?

Der Bundesrat hat entschieden, die Swiss-Covid-App per Anfang Juli um eine Check-in-Funktion zu erweitern. Mit der neuen Funktion könne die Kontaktverfolgung gezielt ergänzt werden, teilt der Bundesrat mit.

Die Check-in-Funktion soll bei kleineren Veranstaltungen eingesetzt werden – zum Beispiel bei privaten Treffen, Sporttrainings, Chorproben und kleinen Konzerten oder in Sitzungszimmern.

Kann die Swiss-Covid-App auch bei grösseren Veranstaltungen eingesetzt werden?

Veranstalterinnen und Veranstalter können direkt in der App einen QR-Code erstellen, den die Gäste bei ihrer Ankunft einscannen, um sich so bei der Veranstaltung einzuchecken. Nach der Veranstaltung bestätigen die Gäste in der App, dass sie die Veranstaltung verlassen haben.

Wie sicher sind die Daten auf der Swiss-Covid-App?

Das dezentrale System zeichnet keine persönlichen Daten auf und nutzt weder Bluetooth noch GPS. Diese Informationen werden auf dem eigenen Mobiltelefon während 14 Tagen lokal gespeichert und danach automatisch gelöscht. Wird eine Person nach einer Veranstaltung positiv auf das Coronavirus getestet und gibt den Covid-Code in die Swiss-Covid-App ein, erfolgt eine automatische Benachrichtigung an alle Gäste, die im gleichen Zeitraum bei derselben Veranstaltung eingecheckt waren.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 30. Juni 2021 15:58
aktualisiert: 30. Juni 2021 21:09
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