Altersvorsorge

Dritte Säule wird beliebter – doch es gibt eine Trendwende

22. April 2022, 09:15 Uhr
Die Treue zur Hausbank bröckelt. Bereits 40 Prozent setzten auf digitale Säule-3a-Lösungen – diese sind vor allem bei Jüngeren beliebt. Die Hälfte aller Befragten einer Studie haben ihre Vorsorge-Gelder auf verschiedenen Konten.
Jüngere setzen immer mehr auf digitale Säule-3a-Anbieter statt auf klassische Banken.

Die Möglichkeit der privaten Altersvorsorge über die Säule 3a hat in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen. Mittlerweile nutzen gemäss einer Comparis-Umfrage 69,8 Prozent der Erwerbstätigen in der Schweiz die steuerlich begünstigte private Vorsorge.

AHV und Pensionskasse reichen nicht

Vor vier Jahren waren es noch 63,1 Prozent gewesen, wie der Online-Vergleichsdienst am Freitag mitteilte. Schweizerinnen und Schweizer würden zusehends erkennen, dass sie im Alter mit der AHV und der Pensionskassenrente nicht über die Runden kämen. Sie setzten darum auf zusätzliche freiwillige Vorsorgemöglichkeiten, wird Comparis-Vorsorgeexperte Leo Hug in der Mitteilung zitiert.

Dabei ist die Säule 3a-Sparmöglichkeit noch immer bei Männern beliebter: 75,6 Prozent der erwerbstätigen Männer nutzen die Säule 3a gegenüber 63,9 Prozent der erwerbstätigen Frauen.

Zusätzliche Steuervorteile

Rund die Hälfte (49,3%) der Befragten verteilten ihre 3a-Gelder zudem auf verschiedene Konten. Damit könnten sie später die zusätzlichen Steuervorteile des gestaffelten Bezugs nutzen, betont Comparis. Dabei bröckelt auch die Treue zur Hausbank ab. Bereits 40 Prozent der Befragten haben laut den Angaben einen digitalen Anbieter von 3a-Lösungen gewählt oder sehen es in diesem Jahr vor. Erwartungsgemäss ist dieser Verkaufskanal vor allem bei Jüngeren beleibt.

(sda)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 22. April 2022 08:24
aktualisiert: 22. April 2022 09:15
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