Pandemie

«Es kommt keine Welle, sondern eine Omikron-Wand»

22. Dezember 2021, 07:26 Uhr
Die Genfer Virologin Isabelle Eckerle ist nicht die einzige Expertin, die vor Omikron warnt und dies obwohl sich derzeit die Situation in Südafrika entspannt.
Schaut besorgt in die nächste Zukunft: Die Genfer Virologin Isabella Eckerle warnt vor Omikron.
© Keystone (Archiv)

Südafrika sei in Sachen Omikron über dem Berg, sagte Angelique Coetzee, Vorsitzende der nationalen Ärztekammer gegenüber CNN. Die Zahlen seien rückläufig. Anders sieht es in Europa aus: Markus Söder, Ministerpräsident von Bayern schreibt auf Twitter: «Die Inzidenz in Bayern sinkt, unsere Massnahmen wirken – aber eine Omikron-Wand kommt auf uns zu.»  Auch der deutsche Topvirologe Christian Drosten ist besonders wegen der Impfdurchbrüche besorgt.

Die gleichen Worte wählt die Genfer Virologin Isabelle Eckerle, wie Blick schreibt. «Da kommt keine Welle auf uns zu, sondern eine Omikron-Wand», sagt die Virologin. Die Kurve zeige steil nach oben, es handle sich um ein exponentielles Wachstum: «Allein an unserem Zentrum in Genf haben wir innerhalb einer guten Woche einen Anstieg von null auf 20 Prozent Omikron-Fälle bei der Nachtestung aller positiven Proben gesehen.»

Die Virologin rät dringend, so schnell wie möglich zu boostern, auch eine Beschränkung der Kontakte müsse ins Auge gefasst werden.

In Südafrika waren die Krankheitsverläufe mit Omikron milder als mit Delta. Doch Eckerle warnt: «Neuere Daten aus England zeigen bisher eine vergleichbare Krankheitslast zu Delta.» Man könne sich nicht auf die angeblichen milderen Verläufe verlassen.

(red.)

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 22. Dezember 2021 07:17
aktualisiert: 22. Dezember 2021 07:26
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