Auch Prinzen können Schnellfahrer sein, wie ein Mittag im vergangenen Sommer zeigte. Ein BMW-Fahrer brauste statt mit den erlaubten 80 Kilometern pro Stunde mit 117 über die Autobahn in Volketswil – und geriet prompt in eine Tempokontrolle.
2300 Franken Busse und möglicher Führerschein-Entzug
Wie sich herausstellte, sass ein Mann, der den adligen Titel «Prinz» trägt, am Steuer des BMWs, wie «ZüriOst» berichtet. Der Prinz gehöre zu einem der ältesten Königshäuser Europas und sei in der Wirtschaft aktiv. Nun wurde er in Uster verurteilt. Er erhielt eine bedingte Geldstrafe von zehn Tagessätzen à 600 Franken, wie im Strafbefehl steht.
600 Franken ist ein hoher Tagessatzbetrag – was darauf hindeutet, dass der Prinz finanziell sehr gut dasteht. Zu der bedingten Geldstrafe dazu kommen eine Busse von 1500 Franken und 800 Franken Verfahrenskosten – insgesamt 2300 Franken. Eventuell muss der Prinz sogar seinen Führerschein abgeben. Darauf deuten Hinweise im Strafbefehl hin.
«Bewusste Missachtung der Höchstgeschwindigkeit»
Die Strafe begründet die zuständige Staatsanwältin damit, dass der Prinz andere Verkehrsteilnehmende gefährdet habe. Diese hätten «in einen Unfall mit Schaden an Leib und Leben verwickelt werden» können. Dies habe der Prinz «durch seine bewusste Missachtung der geltenden Höchstgeschwindigkeit zumindest in Kauf genommen».
Um welchen Prinzen es sich handelt, ist aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht bekannt.
(gin)