Terrorgefahr

Fedpol verhängt erstmals Massnahmen gegen Extremisten

10. November 2022, 08:16 Uhr
Aufgrund einer konkreten terroristischen Gefährdung hat das Bundesamt für Polizei Fedpol erstmals Massnahmen verfügt. Einer Person wurde eine Gesprächsteilnahmepflicht auferlegt, ausserdem wurde eine Ausgrenzung angeordnet.
Seit dem 1. Juni 2022 kann das Fedpol gestützt auf das «Bundesgesetz über Polizeiliche Massnahmen zur Bekämpfung von Terrorismus (PMT)» verfügen.
© Keystone
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Seit rund einem halben Jahr ist das «Bundesgesetz über Polizeiliche Massnahmen zur Bekämpfung von Terrorismus (PMT)» in Kraft. Nun bestätigte die Bundespolizei Fedpol gegenüber «20 Minuten», dass erstmals Massnahmen gegen einen terroristischen Gefährder oder eine terroristische Gefährderin verfügt worden sind.

Spärliche Informationen zum Fall 

Zur Zeitung sagt ein Sprecher des Fedpol: «Im Herbst 2022 wurden aufgrund einer terroristischen Gefährdung erstmalig PMT-Massnahmen verfügt. Die Verfügung von Fedpol erfolgte gestützt auf einen Antrag des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB)». Gemäss dem Sprecher wurde eine Gesprächsteilnahmepflicht verfügt und eine Ausgrenzung mit elektronischer Überwachung angeordnet.

Mit dem «Bundesgesetz über Polizeiliche Massnahmen zur Bekämpfung von Terrorismus (PMT)» können die Behörden präventiv Massnahmen verfügen, um akuter Terrorgefahr zu entgegnen. Unter anderem können Massnahmen wie eine Meldepflicht, ein Kontaktverbot aber auch Ausschaffungshaft verfügt werden. (oku)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 10. November 2022 08:16
aktualisiert: 10. November 2022 08:16