Betrugsfälle

Hotelplan Suisse bestätigt: Mehrere Kreditkartenbetrüger aufgedeckt

26. August 2021, 08:15 Uhr
Kreditkartenbetrüger gibt es so gut wie in jeder Branche. Zu kämpfen hat aktuell auch die Reisebranche. Hotelplan Suisse hat zuletzt schlechte Erfahrungen gemacht. Bereits mehrere Betrugsfälle wurden in ihren Filialen aufgedeckt.
Hotelplan warnt Mitarbeitende vor Kreditkartenbetrügern
© Keystone-SDA
Anzeige

In einer Mitteilung hat Hotelplan Suisse kommuniziert, dass sich die Mitarbeitenden vor Betrügerinnen und Betrügern in Acht nehmen sollen. Es sollen bereits mehrere Betrugsfälle aufgedeckt worden sein, bei denen telefonische Buchungen mit gestohlenen Kreditkarten getätigt wurden, wie das Reisemagazin «aboutTravel» berichtet. 

So gehen die Täter vor

Die Betrüger buchen telefonisch ein Hotel und zahlen mit einer meist aus Deutschland stammenden Kreditkarte, die sie gestohlen haben. Gebucht werden normalerweise lediglich Hotels. Wie Hotelplan Suisse in ihrer Mitteilung schreibt, ist der Rechnungsempfänger in der Regel nicht unter den Reisenden, kann aber als zweiter Passagier in einem Doppelzimmer vermerkt sein. Bianca Gähweiler, Mediensprecherin von Hotelplan Suisse, sagt gegenüber ArgoviaToday: «Es kann auch sein, dass die Betrüger das Hotelzimmer an eine mehr oder weniger nichts ahnende Drittperson weiter verkaufen.» Dadurch wären nicht nur der Kreditkartenbesitzer sowie die Reisebüros selbst geschädigt, sondern auch die Drittperson.

«Die Ausweise sind schlecht gefälscht»

Als Identitätsbeweis schickt der Täter ein Foto der Kreditkarte und des Passes oder der ID. Aufgefallen ist die Masche anhand der Ausweise, wie Gähweiler erzählt: «Die Ausweise sind unglaublich schlecht gefälscht und fallen rasch auf.» So stimmt das Geburts- und Ablaufdatum nicht mit den Daten im oberen Teil vom Pass überein.

Weiter erzählt Gähweiler, dass es die letzten Wochen noch nicht sehr viele solcher Fälle gab: «Es sind bis jetzt eine Hand voll.» Eine genaue Angabe wollte Gähweiler gegenüber ArgoviaToday nicht machen. Die aufgeflogenen Fälle wurden bereits bei der Polizei zur Anzeige gebracht.

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 26. August 2021 08:22
aktualisiert: 26. August 2021 08:22