«Schweiz Tipp»

In Engelberg kochen Chefköche ihr Gourmet-Menü mitten in der Natur

Manuel Wälti, 30. Juni 2022, 13:24 Uhr
Das Outdoor-Paradies Engelberg setzt nicht nur auf Action, sondern diesen Sommer auch auf Entschleunigung und Kulinarik. Bei «Food Unplugged» dreht sich alles um die ursprüngliche Zubereitung von Speisen in der Natur – ohne Strom und Gas.
Bei «Food Unplugged» tauschen Chefköche ihre Küche mit dem Wald und kochen ohne Gas und Strom (Symbolbild).
© Getty Images

Engelberg, das Dorf am Fuss des 3238 Meter hohen Titlis, ist bekannt als Outdoor-Paradies schlechthin. Im Sommer stehen hier 500 Kilometer Wanderwege, zahlreiche Mountainbike-Trails, sechs Klettersteige für jedes Level und Boulder- sowie Kletterrouten zu Verfügung.

Im Winter ist der Obwaldner Ferienort dank der hohen Schneesicherheit und der Schneequalität weltweit bei Freeridern und Skitourengängern als Tiefschnee-Mekka bekannt. Langeweile ist hier definitiv fehl am Platz.

Doch nun möchte sich Engelberg mit dem neuen Konzept «Food Unplugged» auch auf der kulinarischen Landkarte verewigen. Dabei stehen die ursprünglichen Zubereitungsarten wie Grillieren und Fermentieren (eine alte Methode, Lebensmittel haltbar zu machen) im Zentrum. So bereiten am 2. Juli fünf Engelberger Chefköche beim Grillplatz der Fürenalp-Bahn diverse Häppchen und abends sogar Fünf-Gänger zu. Die Köche kommen dabei ganz ohne Strom und Gas aus und arbeiten nur mithilfe von Feuer und Fermentation.

«Food Unplugged» in Engelberg findet zum ersten Mal statt, soll aber ein langfristiges, jährlich wiederkehrendes Projekt werden.

© Engelberg-Titlis Tourismus AG

Nicht nur für die Gäste soll das «Food Unplugged» zu einem speziellen Erlebnis werden. Auch die Chefköche freuen sich auf die ungewöhnliche Küche. Joshua Lüscher, Chefkoch vom Restaurant Cattani im Kempinski Palace Engelberg, erinnert das Kochen im Wald an seine Zeit als Pfadfinder: «Man entdeckt neues Gelände, bleibt spontan und kocht völlig frei von sterilen Ideen».

Auch André Keller, Chefkoch im Restaurant Spannort, freut sich auf die Herausforderung: «Das Kochen in der Natur ist für mich ein Schritt zurück zu unseren Vorfahren. Es fasziniert mich, aus einfachen Lebensmitteln etwas Spezielles zu kreieren. Ausserdem gefällt mir die Herausforderung, mehr Gefühl für Temperatur, Garpunkt und Umgebung einzusetzen, um das gewünschte Resultat zu erreichen.»

Damit auch Besucher zu einem späteren Zeitpunkt in den Genuss von Food Unplugged kommen, bieten mehrere Hotels und Restaurants den ganzen Sommer über ausgewählte Gerichte an, die ohne Strom und Gas zubereitet werden.

Andres Lietha, Direktor von Engelberg-Titlis Tourismus, ist zuversichtlich, dass «Food Unplugged» eine Zukunft haben wird: «Unser Ziel ist, ‹Food Unplugged› zu einem langfristigen, jährlich wiederkehrenden Projekt auszubauen. Denn nicht nur Sportbegeisterte kommen bei uns auf ihre Kosten, sondern auch Geniesser.»

Quelle: ArgoviaToday / Travelcontent
veröffentlicht: 30. Juni 2022 11:37
aktualisiert: 30. Juni 2022 13:24
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