Wetter

Jetzt steht es fest: Es war nicht der trockenste, dafür der sonnigste März

1. April 2022, 13:43 Uhr
Gemäss Meteonews brach der März einige Rekorde in diesem Jahr. Aber war er auch der trockenste März aller Zeiten? Und wie warm war es eigentlich? Wir lösen auf.
Die Sonne zeigte sich im März sehr häufig. (Symbolbild)
© KEYSTONE/AP/WINFRIED ROTHERMEL

Für Meteorologen blieb es bis zur letzten Sekunde spannend: War dieser März der heisseste überhaupt? Klar, es war ein Monat der Extreme. Viel Sonnenschein, Trockenheit und zwei Grüsse aus der Wüste in Form von Saharastaub. Vor allem in der Zentral- und Ostschweiz lag der März bis am 29. März auf Rekordkurs, schreibt Meteo News.

Aber was ist nun? Gibts einen neuen Rekordträger des heissesten März aller Zeiten? Antwort: Jein. Am Monatsende stellte sich das Wetter drastisch um. Am 30. März zogen erste Regenschauer durch die Schweiz, auch Gewitter waren dabei. Am Donnerstag, dem 31. März, und in der letzten Nacht schiffte es weiter. Und diese Regenmengen wirbelten die Ranglisten ordentlich durcheinander, schreibt Meteo News. In Aarau landete der März schliesslich nur auf Platz 7 der Trockenheitsrangliste. Insgesamt fielen hier 21,6 Millimeter Regen, 10,6 mehr als der Rekord. Auch Luzern erlebte nicht gerade einen der trockensten Monate. Mit 28,4 Millimeter lag die Regenmenge deutlich über dem bisherigen Minimum von 11,8 Millimetern im Jahr 1972. St.Gallen schaffte es mit 29,8 Millimeter Regen (Rekord: 15,1 Millimeter) auf Platz 8. In Zürich wurde mit 20,4 Millimeter der fünftrockenste März registriert. Der bisherige Rekord von 13,2 Millimetern stammt aus dem Jahr 2012. In Chur allerdings war es tatsächlich der trockenste März seit Messbeginn. Lediglich 1,2 Millimeter Regen pro Quadratmeter fielen hier, der bisherige Rekord lag bei 4,4 Millimeter im Jahr 2003. Und auch Vaduz und der Säntis bekamen weniger Regen ab als bisher.

Sonnenschein knackte Rekorde

Platz 1 belegen die Messstandorte Aarau, Luzern, St. Gallen und Flughafen Zürich im Bereich Sonnenschein. Bis auf wenige Ausnahmen schien auf der Alpennordseite ständig die Sonne. Nur vom 15. bis 18. März versteckte sie sich hinter dichten Wolken. Damit gibt es in diesen vier Orten neue Rekorde in der Sonnenscheindauer: In Aarau schien 235,3 Stunden lang die Sonne. Der Rekord lag zuvor bei 230,4 Stunden.

Nebst viel Sonne gab es auch Wärme. In Aarau belief sich die Durchschnittstemperatur auf 6,9 Grad, ein Grad mehr als das langjährige Mittel. In Bern gab es mit 7,1 Grad 1,1 Grad mehr als üblich, am Flughafen Zürich mit 6,3 Grad noch 0,7 Grad mehr. Wärmer war es in der Ostschweiz: St.Gallen verzeichnete 5,6 Grad (Mittel: 4,4 Grad) und Vaduz verbuchte mit 8,7 Grad statt wie üblich 6,8 Grad die grösste Abweichung.

(gch)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 1. April 2022 13:54
aktualisiert: 1. April 2022 13:54
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