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Anti-Covid-Kampagne

Kanton Aargau beantragt für die Impfwoche 800'000 Franken

8. November 2021, 06:40 Uhr
Für die nationale Anti-Covid-Kampagne, die am Montag startet, hat der Bund 96 Millionen Franken bereitgestellt. Bisher holten sich die Kantone gerade einmal 17,7 Millionen Franken ab. Insbesondere in den Kantonen, welche eine tiefe Impfquote haben, ist der Erfolg gefährdet.
Kantone beteiligen sich nicht an der nationalen Impfwoche.

Um auch die letzten Impfskeptiker von der Corona-Impfung zu überzeugen, stellt der Bund 96 Millionen Franken zur Verfügung, um mit Beratungsgespräche, Impfnächten, Impftaxis oder Impfevents die Impfquote der Kantone zu steigern. Hausbesuche und Telefonanrufe finden jedoch trotz Ankündigung nicht statt.

Nur einen Fünftel wurde beantragt

Jetzt stellt sich jedoch heraus, dass von den insgesamt 96 Millionen Franken, welche zur Verfügung stehen, gerade einmal knapp 18 Millionen Franken von den Kantonen beantragt wurden. Das schreibt der «SonntagsBlick». Der Run auf das Geld blieb bisher also aus. Vor allem die Ostschweizer Kantone halten sich bisher zurück. Das sind genau die Kantone, bei denen die Impfquote ohnehin schon tief ist. So hat Appenzell-Ausserrhoden nur 65'000 Franken beim Bund beantragt.

Aargau beantragt 800'000 Franken für die Impfwoche

Auch im Kanton Aargau ist man von der Impfwoche nur bedingt überzeugt, von den Politikern hagelt es Kritik. Jedoch hat der Kanton beim Bund 800'000 Franken beantragt. Das entspricht rund 3,15 Franken pro Kopf. Im Vergleich zum Rest der Schweiz ist das eine eher hohe Summe. Mit Abstand am meisten investiert der Kanton Bern mit knapp vier Millionen Franken. Und mit Zürich und Basel engagieren sich ausgerechnet jene Kantone stark, die ohnehin schon eine hohe Durchimpfung haben.

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 7. November 2021 07:36
aktualisiert: 8. November 2021 06:40