Studie zeigt

Männer werden immer öfters Opfer von häuslicher Gewalt

10. Januar 2022, 09:00 Uhr
Erstmals wurde mittels einer Studie erforscht, wie Schweizer Paare während der Corona-Pandemie Gewalt erlebt haben. Die Studie bringt Überraschendes zutage: So sollen Männer vermehrt Opfer häuslicher Gewalt gewesen sein.
Immer häufiger werden in Beziehungen auch Männer geschlagen oder geohrfeigt. (Symbolbild)
© Getty Images
Anzeige

Während des ersten Lockdowns im Jahr 2020 wurde befürchtet, dass es in deutlich mehr Beziehungen zu Gewalt kommen könnte. Die gute Nachricht: Das Ausmass der häuslichen Gewalt ist in der Pandemie in etwa gleich geblieben, berichtet der «Tages-Anzeiger» mit Verweis auf eine Studie in der Fachzeitschrift «Forensische Psychiatrie, Psychologie, Kriminologie». 

Es fällt aber auf, dass immer mehr Männer Opfer von häuslicher Gewalt geworden sind. 3,3 Prozent der befragten Männer gaben an, gestossen, gebissen oder gekratzt worden sein. Auch hätten sie teils Ohrfeigen erhalten.

Bei den Frauen hat sich bezüglich häuslicher Gewalt nicht viel verändert. Die Studienautoren betonen allerdings, dass Frauen nach wie vor deutlich häufiger die Leidtragenden in Beziehungen sind, wenn es um schwere Gewalt bis hin zu Tötungsdelikten geht.

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 10. Januar 2022 08:09
aktualisiert: 10. Januar 2022 09:00