Produkterückruf

Mandeln wegen zu viel Blausäure zurückgerufen

11. Februar 2022, 18:06 Uhr
Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hat am Freitag drei Rückrufe zu Mandel-Produkten publiziert. Grund ist, dass einzelne Packungen Bittermandeln enthalten und deswegen einen erhöhten Blausäuregehalt aufweisen.
Die Mandeln der Marke Pural.
© recallswiss.admin.ch
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Zwischen den Rückrufen besteht ein Zusammenhang. Die Mandeln in den Produkten haben alle den selben Ursprung, wie das BLV auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Insgesamt rufen drei Unternehmen Produkte zurück, wie auf der entsprechenden Website des Bundes ersichtlich ist.

Kunden erhalten Geld zurück

Die Müller-Handels-Gmbh rät dringend vom Verzehr des Artikels «Bio Primo Bio Mandeln Braun 200 g» ab, er kann in allen Filialen der Drogeriekette Müller zurückgegeben werden. Kundinnen und Kunden erhalten ihr Geld zurück.

Ebenfalls betroffen sind die Alnatura-Läden, dort geht es um die Produkte «Alnatura Mandeln» mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 29.11.2022 sowie «Alnatura Mandeln gemahlen» mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 10.08.2022.

Besonders gefährlich für Kinder

Den dritten Produkterückruf erliess die Phag GmbH. Dabei geht es um das Produkt «Pural Mandelkerne braun 250g» mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 20.08.2022. Betroffen ist die Charge B111203.

Auch Alnatura und die Phag GmbH bitten darum, das Produkt nicht zu verzehren und es zurückzubringen. Sie versprechen Ersatz respektive die Rückerstattung des Kaufpreises.

Bittermandeln haben im Gegensatz zu süssen Mandeln einen unangenehmen, deutlich wahrnehmbar bitteren Geschmack. Der Verzehr roher Bittermandeln kann zu Bauchschmerzen, Halsschmerzen oder anderen Vergiftungserscheinungen führen, da im Verdauungsprozess Blausäure entsteht. Besonders gefährdet sind Kinder: Je nach Körpergewicht können für sie schon weniger als zehn Bittermandeln tödlich sein. Symptome treten meist rasch auf. Ist dies der Fall, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Quelle: sda
veröffentlicht: 11. Februar 2022 17:27
aktualisiert: 11. Februar 2022 18:06