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Nach einem Leidensjahr geht es unseren Bienen wieder richtig gut

Sharina Frey, 20. Mai 2022, 15:27 Uhr
Regen und Kälte waren im 2021 dominant. Das schlug nicht nur uns Menschen aufs Gemüt – auch den Bienen ging es vergangenes Jahr nicht gut. Freudige Nachrichten deshalb vom Frühling 2022: Unseren Bienen geht es wunderbar.
Der blühende Raps der vergangenen Wochen hat die Bienen in der Region gestärkt.
© GettyImages

Hätte der Frühling 2022 eine Farbe, wäre dies wohl gelb. Gelbe Sonnenstrahlen satt, blühender gelber Raps und zufriedene gelb-schwarze Insekten über den Feldern. Im Vergleich zum Vorjahr spricht Herbert Röösli, Imker aus Freienwil, von einem traumhaften Frühling. «Die letzten drei, vier Wochen konnte der Raps blühen und dieser macht die Haupttracht für die Bienen in unserer Region aus. Weil es zudem fast immer schön war, konnten die Bienen ausschwärmen und den Nektar sammeln», erklärt Herbert Röösli, der auch Naturkosmetik aus Bienenerzeugnissen herstellt. Und die zufriedenen Bienen bringen viele positive Effekte: «Die meisten Imker sind schon am Honigschleudern, weil die Völker voll sind und der Honig nun rausgeholt werden muss. Ich kann, glaube ich, sagen: Die Imker sind zufrieden dieses Jahr.»

Qualität der Bienenzucht nicht vergleichbar

Doch auch was die Qualität der Königinnenzucht angeht, seien es Welten im Vergleich zum vergangenen Jahr. Diese sei nämlich «sehr, sehr gut», so Röösli. Allgemein vermehrten sich die Bienen fleissig. Während die Brutnester letztes Jahr praktisch leer blieben, seien sie heuer wunderbar gefüllt. Von gut und gerne 50'000 Bienen pro Volk spricht Röösli.

Eindrückliche Ertragszunahme dank Bienen

Dass dies auch einen positiven Einfluss auf die Umwelt und die Arbeit der Bauern hat, das weiss wohl unterdessen jedes Kind. Denn: Können die Bienen ausschwärmen, bestäuben sie Pflanzen, aus denen dann Bäume, Sträucher und so weiter wachsen können. Ein Beispiel zur Veranschaulichung: «Hat ein Bauer ein Rapsfeld und zwei, drei Bienenvölker in der Nähe, kann er dieses Jahr wohl mit einem bis zu 30 Prozent höheren Ernteertrag rechnen», erklärt Herbert Röösli.

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 20. Mai 2022 16:58
aktualisiert: 20. Mai 2022 16:58
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