Luxusgüter

Richemont steigert Umsatz klar über das Vorkrisenniveau

12. November 2021, 07:10 Uhr
Der Schmuck- und Uhrenkonzern Richemont erholt sich von der Coronakrise: In der ersten Jahreshälfte 2021/22 steigerten die Genfer den Umsatz und die Profitabilität stark. Sogar das Vorkrisenniveau vor zwei Jahren wurde übertroffen.
Beim Schmuck- und Uhrenkonzern Richemont klingeln wegen der Erholung von der Coronakrise die Kassen: Das Genfer Unternehmen hat im ersten Halbjahr einen Umsatz- und Gewinnsprung gemacht. (Archivbild)
© KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER

Von April bis September kletterte der Umsatz gegenüber der von Lockdowns und dem Einbruch im Tourismus-Geschäft stark belasteten Vorjahresperiode um 63 Prozent auf 8,91 Milliarden Euro, wie Richemont am Freitag mitteilte. Damit wurden die Analystenschätzungen klar übertroffen.

Richemont übersprang damit auch den Vergleichswert vom ersten Halbjahr 2019/20, als Marken wie Cartier, IWC, Jaeger LeCoultre usw. Schmuck und luxuriöse Uhren im Umfang von 7,4 Milliarden Euro abgesetzt hatten. Tragend bei der aktuell guten Entwicklung ist das Wachstum in China und in den USA.

Die guten Zahlen an der Verkaufsfront schlagen sich auch in den Ergebnissen der Gruppe nieder: Der operative Gewinn legte im Halbjahr um 331 Prozent auf 1,95 Milliarden Euro zu. Das ist im Vorkrisenvergleich ein Plus von 67 Prozent. Und unter dem Strich verblieb ein Reingewinn in Höhe von 1,25 Milliarden nach rund 160 Millionen im Vorjahr und knapp 700 Millionen Euro vor zwei Jahren.

Keine Erwähnung findet im Communiqué der mögliche Einstieg der aktivistischen Investmentgesellschaft Third Point bei Richemont, über den Anfang Woche in den Medien berichtet wurde. Den Berichten zufolge hat die Gesellschaft des US-Investors Dan Loeb eine «signifikante Beteiligung» erworben und er werde nun Veränderungen anstossen, die zur Steigerung des Börsenwerts führen sollen.

Quelle: sda
veröffentlicht: 12. November 2021 07:10
aktualisiert: 12. November 2021 07:10
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