«Helpful» startet

Rotes Kreuz bietet Flüchtlingen mit Online-Plattform Hilfe

25. Juli 2022, 12:05 Uhr
Auskünfte zu Unterbringung, finanzieller Hilfe und medizinischer Versorgung: Das bietet das Schweizerische Rote Kreuz nun im Internet. 150 Menschen aus der Ukraine kommen pro Tag in der Schweiz an.

«Helpful» heisst das Angebot des Schweizerischen Roten Kreuzes. Es ist eine Online-Plattform, die sich an vertriebene Ukrainer wendet, wie die Aargauer Zeitung berichtet. Auf «redcross.helpful.ch» finden die Menschen mit dem Schutzstatus S ab sofort alle Informationen, die ihnen das Ankommen und das Leben in der Schweiz erleichtern sollen.

Die Plattform kann in fünf Sprachen abgerufen werden: Deutsch, Französisch, Italienisch – sowie Ukrainisch und Russisch. Erste Schritte bei der Ankunft, Fragen zur Unterkunft, zur finanziellen Unterstützung, und zur medizinischen Versorgungen in der Schweiz: Diese Themen sollen auf der Plattform möglichst leicht verständlich dargestellt werden. Falls Fragen offen bleiben, können sich die Nutzer auch in einem Telegram-Chat an Freiwillige des Roten Kreuzes wenden.

«Herausforderung für Flüchtlinge»

«Im Austausch mit Geflüchteten aus der Ukraine hat das Rote Kreuz festgestellt, dass ein grosses Informationsbedürfnis besteht», erklärt die Organisation die Lancierung der Online-Plattform.

«Es ist für die ukrainischen Flüchtlinge eine Herausforderung, sich im föderalistischen System der Schweiz zurechtzufinden. Unsere Plattform soll ihnen als Hilfe dienen», sagt Sarah Kopse, die im Roten Kreuz das Departement für Gesundheit und Integration leitet.

Kantonal und kommunal gebe es zum Teil grosse Unterschiede in der Ausgestaltung des Asylwesens. Die Regeln und bürokratischen Abläufe für geflüchtete Menschen variierten je nach Wohnkanton und Gemeinde.

Über 60'000 Anträge

Bis am Freitag haben 60'383 Menschen aus der Ukraine in der Schweiz den Schutzstatus S beantragt; 58'381 Geflohenen ist er laut einer Mitteilung des Staatssekretariats für Migration gewährt worden.

Im April und Mai kamen pro Tag mehr als 1000 Kriegsvertriebene in der Schweiz an. Nun sind es noch rund 150.

(AZ)

Quelle: Aargauer Zeitung
veröffentlicht: 25. Juli 2022 12:07
aktualisiert: 25. Juli 2022 12:07
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