Schweiz

Ruag testet eigenes Smartphone-Betriebssystem

«Guardian OS»

Ruag testet eigenes Smartphone-Betriebssystem

· Online seit 31.03.2023, 22:02 Uhr
Mit einem eigenen Handy-Betriebssystem will der Rüstungskonzern Ruag «besondere Sicherheits- und Datenschutzbedürfnisse» abdecken. Sobald der Test des sogenannten «Guardian OS» durch ist, soll die Firma entscheiden, wer das System aufs Handy bekommt.
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An einer Konferenz der Swiss Police ICT stellte der Rüstungskonzern Ruag ein eigenes Smartphone-Betriebssystem vor. Es soll «Guardian OS» heissen und auf Android-Geräten laufen. Auf Anfrage der Today-Redaktion schreibt Ruag-Mediensprecherin Kirsten Hammerich: «Die mobile Plattform soll besondere Sicherheits- und Datenschutzbedürfnisse abdecken.»

Ein entsprechendes Foto einer Vorstellung des «Guardian OS» postete Adrienne Fichter auf Twitter, sie ist Journalistin bei «Dnip» und der «Republik».

Noch nicht fertig entwickelt

Auf den Markt wird das Betriebssystem wohl nicht sehr bald kommen. «Guardian ist noch kein fertig entwickeltes Produkt, sondern ein laufendes Innovationsprojekt im Prototypenstatus», so Hammerich weiter.

Wie die Ruag erklärt, arbeiten beim Rüstungskonzern derzeit Spezialisten am Produkt. Diese entwickeln und testen «Guardian OS» in einem Prozess namens Lean-Startup-Methode. Bevor dieser abgeschlossen ist, gibt die Firma wohl keine weiteren Details bekannt. Seitens Ruag heisst es: «Seine Zukunft hängt von den Resultaten dieses Prozesses ab.»

Grund für Entwicklung unklar

Beim Ruag-Betriebssystem gibt es noch einige unbekannte Punkte, mit denen der Konzern auf Anfrage nicht rausrückte. So ist weiter nicht klar, für welche Personen «Guardian OS» verfügbar sein wird und wann es releast wird. Auch der Grund für die Entwicklung eines eigenen Betriebssystems verrät Ruag nicht.

Ruag ist der Technologiepartner der Schweizer Armee. Neben der Rüstungsindustrie bewegt sich das Unternehmen auch in den Bereichen Luft- und Raumfahrt. Zuletzt geriet Ruag in die Medien, weil er Leopard-Panzer in seinem Besitz an Deutschland weiterverkaufen wollte. Die Behörden intervenierten Mitte März.

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veröffentlicht: 31. März 2023 22:02
aktualisiert: 31. März 2023 22:02
Quelle: Today-Zentralredaktion

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