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Omikron-Variante

So reagieren Politiker auf den Grippe-Vergleich von Berset

14. Januar 2022, 19:48 Uhr
Hätte vor ein paar Wochen noch jemand gesagt, dass das Coronavirus nur eine Grippe sei, wäre er wahrscheinlich als Corona-Lügner verurteilt worden. Umso mehr überrascht es, dass Gesundheitsminister Alain Berset für die Omikron-Variante nun genau zu diesem Vergleich greift.
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Quelle: TeleM1

In einem Interview mit dem Westschweizer Fernsehsender RTS sagt Gesundheitsminister Alain Berset folgendes über die neue Corona-Variante Omikron: «Es ist keine schlimmere Krankheit, eher etwas Überschaubares wie ein Schnupfen oder eine Grippe, wie wir sie im Winter haben.» Zumindest für die Geimpften.

Überrascht ob dieser Aussage ist der Aargauer SVP-Nationalrat Benjamin Giezendanner. Gegenüber Tele M1 meint er, dass somit die Corona-Massnahme nicht mehr gerechtfertigt seien. «Jetzt muss man hinterfragen, welche Massnahmen wirklich noch wirksam sind. Dazu gehören sicher auch die 2G-Regel sowie die Quarantäne.» Deshalb darf man laut Giezendanner auch jetzt schon die Massnahmen wieder herunterfahren. Und dies nicht erst im März, «sondern gegen Ende Januar oder Anfangs Februar».

Rückendeckung erhält der Gesundheitsminister von der Solothurner SP-Nationalrätin Franziska Roth, die nicht immer gleicher Meinung wie ihr Parteikollege und Bundesrat Alain Berset war. Auch wenn solche Grippen-Vergleiche immer noch ungewohnt klingen, meint Roth: «Ich kann einfach sagen, dass auch namhafte Wissenschaftler immer schon gesagt haben, dass sich das Coronavirus wie eine Grippe entwickeln könnte.»

Und was sagt das Aargauer oder Solothuner Gesundheitsdepartement zum Grippen-Vergleich von Berset? Auf Anfrage von Tele M1 wollte man sich dazu nicht äussern.

(red.)

Quelle: Tele M1
veröffentlicht: 14. Januar 2022 19:49
aktualisiert: 14. Januar 2022 19:48