Polizei vor Ort

Tausende demonstrieren in Luzern gegen Corona-Massnahmen

31. Juli 2021, 17:27 Uhr
In Luzern läuft eine Kundgebung gegen die Corona-Einschränkungen. Tausende Menschen zogen durch die Altstadt zum Inselipark beim Bahnhof. Gleichzeitig versammelten sich auf der anderen Seeseite geschätzte hundert Personen zu einer Gegenkundgebung.
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Quelle: CH Media Video Unit / Tele 1

Organisiert worden war der Anlass vom «Aktionsbündnis Urkantone für eine vernünftige Corona-Politik». Das Bündnis war auch am Referendum gegen die Covid-19-Gesetzgebung beteiligt.

Die Kritikerinnen und Kritiker der Corona-Politik versammelten sich auf dem Mühleplatz in der Luzerner Altstadt. Angeführt von den «Freiheitstrychlern», zogen sie der Reuss entlang zum Bahnhof und dann zum Carparkplatz Inseli hinter dem KKL Luzern, um dort die Kundgebung abzuhalten. Wegen des Marsches wurde der Verkehr auf der Luzerner Hauptverkehrsachse während 30 Minuten angehalten.

Zwei Festnahmen

Die Organisatoren sprachen von 4000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, ein Sprecher der Luzerner Polizei schätzte gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA die Zahl auf 4500 bis 5000. Am Rande der Kundgebung wurde ein Polizist von zwei Personen angegriffen und verletzt. Er wurde ins Spital eingeliefert. Zwei Personen seien vorübergehend festgenommen worden, teilte die Polizei mit.

Die Demonstrantinnen und Demonstranten kritisierten, dass die Corona-Politik die Freiheit unnötig und viel zu stark einschränke. «Freiheit ist systemrelevant», hiess es auf einem Transparent.

Dass vom Coronavirus eine Gefahr ausgehe, wurde bestritten («Corona-Fatamorgana»). Der Politik wurde vorgeworfen, sie sei korrupt und sie wolle mit den Impfungen und dem Covid-Zertifikat eine Zweiklassengesellschaft schaffen.

Gegen solche Verschwörungsmythen wandte sich eine Standkundgebung des linken «Bündnis Buntes Luzern» am gegenüberliegenden Seeufer am Nationalquai. An diesem Anlass nahmen rund 100 Personen teil. Die Polizei teilte mit, sie habe die beiden bewilligten Kundgebungen voneinander getrennt halten können.

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Quelle: CH Media Video Unit / Tele 1

Quelle: sda
veröffentlicht: 31. Juli 2021 09:00
aktualisiert: 31. Juli 2021 17:27
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