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«TalkTäglich»

Ueli Maurer: «Der Staat kann sich nicht um alle kümmern»

13. Januar 2022, 07:40 Uhr
Ab dem 13. Januar wird die Dauer der Quarantäne und Isolation von zehn auf fünf Tage halbiert. Eine Ausbreitung von Omikron sei nicht mehr zu verhindern, sagt SVP-Bundesrat Ueli Maurer. Im «TalkTäglich» nimmt er Stellung zu den neusten Entscheidungen des Bundesrates.
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Quelle: CH Media Video Unit / Melissa Schumacher

Der Bundesrat hat am Mittwoch entschieden, die Quarantäne sowie die Isolation auf fünf Tage zu verkürzen. Damit geht die Landesregierung ein Risiko ein. Infizierte könnten zu früh wieder in die Öffentlichkeit gehen und so andere anstecken. Auf die Frage, ob der Bundesrat ein bewusstes Risiko in Kauf nimmt, sagt Bundesrat Ueli Maurer: «Das Risiko scheint berechenbar. Die Dunkelziffer ist unglaublich gross. Man schätzt sie dreimal höher als die Zahlen, die wir kennen. Bei so vielen Infektionen ist eine Ausbreitung nicht mehr zu verhindern. Es gibt in der jetzigen Phase eine Immunisierung der Bevölkerung.»

Der Staat könne sich schlussendlich nicht um jeden Menschen im Land kümmern, so Maurer weiter. Der Bundesrat appelliert an die Eigenverantwortung. Diese stehe nun an erster Stelle. «Jeder muss selbst schauen, dass er sich an die Hygienemassnahmen hält, niemandem zu nahe kommt oder nicht an Veranstaltungen geht.»

Es gehe dem Bundesrat nicht um einen Strategiewechsel hin zur Durchseuchung der Bevölkerung. Die aktuellen Schutzmassnahmen, wie 2G oder Homeoffice bleiben nach wie vor bestehen. Der Bundesrat will diese sogar bis Ende März verlängern. «Wir können aber nicht jeden Tag 30'000 Menschen zusätzlich isolieren. Das geht einfach nicht», so Ueli Maurer. Man müsse die kommenden Wochen nun beobachten.

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Quelle: TeleZüri

(red.)

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 12. Januar 2022 19:57
aktualisiert: 13. Januar 2022 07:40