Jetzt wird Porto verlangt

War's das mit den Gratis-Retouren von Kleiderbestellungen?

5. Juni 2022, 09:18 Uhr
Im Online-Handel mit Modeartikeln findet ein Umdenken statt. Als erster internationaler Konzern verlangt Zara in der Schweiz neu Geld für Rücksendungen von Bestellungen. Der Preis wurde auf 2.95 Franken veranschlagt.
Kann der Päckli-Boom dank kostenpflichtigen Rücksendungen gestoppt werden?
© KEYSTONE / Ennio Leanza

Wer kennt es nicht: Man will im Internet noch schnell ein paar neue T-Shirts, Hosen oder Schuhe kaufen. Doch welche Grösse passt? Statt nur ein Exemplar zu bestellen, werden gleich mehrere in verschiedenen Grössen in den Warenkorb gelegt. Die Rücksendung ist ja sowieso gratis.

Damit ist ab sofort Schluss – zumindest bei Zara. Wer seine Bestellung via Post zurücksenden möchte, muss neu 2.95 Franken bezahlen, berichtet die «SonntagsZeitung». Wem dieses Geld zu schade ist, kann die Einkäufe weiterhin kostenlos im Zara-Laden zurückbringen.

Wer seine Bestellung in der Zara-Filiale zurückbringt, muss weiterhin nichts dafür bezahlen.

© Getty Images

Marktexperten vermuten, dass die Abschaffung der Gratis-Retouren bei Zara lediglich ein Testlauf ist. Der Konzern wolle prüfen, wie weit Kundinnen und Kunden gehen und wo die Schmerzgrenze liegt. Die Öffentlichkeit realisiere langsam, dass auch im E-Commerce nichts umsonst sei.

Für Zalando ist es aktuell keine Option, Geld für Rücksendungen zu verlangen. Retouren bleiben weiterhin gratis. Mit «Zalando Plus» hat der grösste Modehändler der Schweiz jedoch ein kostenpflichtiges Kundenbindungsprogramm lanciert.

Quelle: PilatusToday
veröffentlicht: 5. Juni 2022 09:09
aktualisiert: 5. Juni 2022 09:18
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