Aufstiegstraum geplatzt

Aarau verliert alles – Platz 3 und eine weitere Saison Challenge League

21. Mai 2022, 23:34 Uhr
Aarau verliert das letzte Saisonspiel gegen Vaduz mit 1:2. Weil Winterthur Tabellen-Schlusslicht Kriens auswärts mit 5:0 bezwingt und Schaffhausen auswärts gegen Lausanne-Ouchy ebenfalls mit 2:1 gewinnt, bleibt Aarau in der Challenge League.
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: ArgoviaToday / TeleM1 / Severin Mayer

Als Schiedsrichter Lukas Fähndrich nach der 6-minütigen Nachspielzeit die packende Partie zwischen dem FC Aarau und Vaduz abpfeift, wird es plötzlich totenstill im restlos ausverkauften Brügglifeld. Schnell realisieren alle Anwesenden, dass der Aufstiegstraum damit geplatzt ist. Weil Winterthur und Schaffhausen ihr letztes Spiel gewinnen, reicht es dem FCA aufgrund des schlechteren Torverhältnisses auch nicht für die Barrage. Die Aarauer beenden die Saison 2021/22 auf dem dritten Tabellenplatz, Schaffhausen geht in die Barrage und Winterthur steigt direkt auf.

Aarau hatte eigentlich alles im Griff

Dabei war Aarau im letzten Saisonspiel die spielbestimmende Mannschaft, übernahm das Zepter der Partie schon ab Anpfiff. In der elften Minute dann aber die grosse Ernüchterung: Aus dem Nichts kommt Vaduz-Spieler Tunahan Cicek im Strafraum zum Abschluss und bringt die Gäste mit 1:0 in Führung. Die Aarauer Defensive gab dem Stürmer in dieser Szene zu viel Platz. «Ein unnötiges Gegentor», meint FCA-Coach Stephan Keller nach dem Spiel zu dieser Aktion. In der Folge drückte die Keller-Elf weiter, liess den Kopf nicht hängen. Zum Anschlusstreffer reichte es aber nicht, nach 45 Minuten ging Aarau torlos in die Pause.

Und noch einmal: Aarau hatte eigentlich alles im Griff

Und auch in der zweiten Halbzeit war das Bild das gleiche: Aarau dominierte das Spiel, kreierte Chancen und drückte auf den Ausgleichstreffer. FCA-Dreh- und Angelpunkt Randy Schneider hatte den Ausgleichstreffer in der 55. Minute mit einem Lattenschuss gar selber auf dem Fuss. Doch wieder war es Vaduz-Stürmer Cicek, der dem Aarauer Aufstiegsplan einen Strich durch die Rechnung machte. Nach einem Konter rannte der 30-Jährige alleine Richtung FCA-Tor. Der Vaduz-Stürmer lupfte den Ball mit Gefühl über Aarau-Keeper Simon Enzler und erhöhte auf 2:0. Trotzdem liess Aarau den Kopf nicht hängen und stürmte weiter in die gegnerische Platzhälfte. Doch dies alles nutzte nichts. Auch wenn FCA-Stürmer Kevin Spadanuda in der 82. Minute im Strafraum fiel und einen Penalty herausholte – Shkelzen Gashi verwandelte diesen souverän und verkürzte auf 1:2 – so konnten die Aarauer die Niederlage nicht mehr abwenden.

FCA-Cheftrainer Stephan Keller musste nach der Partie tröstende Worte für seine Mannschaft finden: «Ich habe mich für die Saison und die harte Arbeit bei der Mannschaft bedankt. Aber am Schluss tut es extrem weh, dass wir den Sack nicht zumachen konnten.» Die Gründe für den verpassten Aufstieg waren dann auch schnell gefunden. «Wir haben ein Tor zu wenig geschossen oder ein Tor zu viel erhalten», so der sichtlich enttäuschte FCA-Trainer. Seine Mannschaft sei unnötig in Rückstand geraten, danach habe der letzte, zwingende Pass gefehlt. «Und die stehenden Bälle waren in diesem Spiel nicht unsere Stärke», so das Fazit des Cheftrainers.

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 21. Mai 2022 15:49
aktualisiert: 21. Mai 2022 23:34
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