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Champions League

Das sagt YB-Gegner Manchester United vor dem Spiel

13. September 2021, 18:08 Uhr
Am Dienstagabend empfangen die Berner Young Boys einer der ganz grossen Clubs: Manchester United ist für das Champions-League-Hinspiel zu Gast im Berner Wankdorf. Verfolge hier live die Medienkonferenz des Tabellenführers der englischen Premier League.
Das Starensemble von Manchester United landete am Montagnachmittag in Bern. Ebenfalls mit von der Partie: Superstar Cristiano Ronaldo.
© KEYSTONE/Peter Klaunzer

Die Young Boys und Manchester United sind noch punktgleich. Für den Schweizer Meister könnte die zweite Champions-League-Gruppenphase der Vereinsgeschichte am Dienstagabend mit keiner schöneren Affiche beginnen: YB - Manchester United im vollen Wankdorf.

YB will seine nicht vorhandene Chance nutzen

Die YB-Trainer Gerardo Seoane und David Wagner verbindet etwas. Beide - Seoane 2018 - starten drei Monate nach ihrem Amtsantritt mit einem Heimspiel gegen Manchester United in die Champions League. Unter keinem anderen Trainer als unter diesen beiden brachte es YB in die Königsklasse. Gefragt, ob es für ihn nicht verrückt sei, zwölf Wochen nach seinem Start in Bern vor dem ersten persönlichen Champions-League-Spiel zu stehen, und erst noch gegen einen solchen Gegner, sagte Wagner: «Verrückt ist es nicht, würde ich sagen. Aber es ist ganz sicher schön, auch für mich. Wir wollten hierhin kommen und haben alles dafür getan.»

Dass Manchester United am Dienstag (Spielbeginn 18.45 Uhr) der turmhohe Favorit sein wird, ist allen klar. Nimmt man die Zahlen im einschlägigen Portal «Transfermarkt» für bare Münze, wären die Young Boys vielleicht besser beraten, nicht zu spielen und die Kräfte für die Meisterschaft zu schonen. Gemäss «Transfermarkt» ist die Nummer 25 in der Hierarchie der Red Devils besser als die Nummer 1 der am Dienstag zur Verfügung stehenden Berner. Mit Namen ausgefüllt: Der alternde Edinson Cavani ist 6 Millionen Euro Wert, Nicolas Moumi Ngamaleu 4,5 Million. Und der französische Stürmer Anthony Martial, der sehr oft auf der Ersatzbank sitzt, ist zehnmal wertvoller als Moumi Ngamaleu; Paul Pogba zwanzig Mal wertvoller als Michel Aebischer.

Dennoch tun die Berner gut daran zu spielen und das Beste herauszuholen, vielleicht ein Unentschieden, das mit rund einer Million Franken vergütet würde und das der Super League Punkte im UEFA-Ranking einbrächte. Denn die Transferwerte sind nicht viel mehr als eine Spielerei. Sie sagen nicht viel über das wirkliche Können der Spieler aus. Kein Schweizer Spieler kann einen hohen Transferwert bekommen, solange er in der Schweiz spielt. Die Werte sind an den Wert der jeweiligen Liga gekoppelt. Der Wert der Premier League ist am höchsten.

Weder Bewunderung noch Angst

Michel Aebischer und Sandro Lauper gehörten 2018 zu den YB-Spielern, die bei der in der Nachspielzeit eingefangenen 0:1-Niederlage in Manchester wie auch beim unvergesslichen 2:1-Heimsieg gegen Cristiano Ronaldos Juventus Turin je über 90 Minuten spielten. Muss ein gewöhnlich Sterblicher wie Aebischer oder Lauper nicht aufpassen, dass er die Stars im Match nicht bewundert oder - in die andere Richtung - sich vor ihnen fürchtet? Lauper sagt es so: «Ich werde vor dem Spiel wohl nervöser sein als sonst. Ich werde die Stimmung geniessen, wenn ich ins Stadion komme, auch noch die Hymne. Aber von da weg ist es ein Spiel, in dem wir alles geben.» Aebischer ergänzt: «Wir werden versuchen, dem Gegner weh zu tun. Natürlich mit fairen Mitteln.»

(ova)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 13. September 2021 18:19
aktualisiert: 13. September 2021 18:08