Schweiz gegen Kosovo

Die Nati macht sich für ein aussergewöhnliches Spiel im Letzigrund parat

28. März 2022, 14:10 Uhr
Am Dienstagabend trifft die Schweiz im Testspiel auf das Team aus dem Kosovo. Ein aussergewöhnliches Spiel und zwar in mehrfacher Hinsicht. Bevor es los geht, trifft sich das Team von Murat Yakin zum öffentlichen Training in Freienbach.

Am Dienstag trifft die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft im Letzigrund auf den Kosovo. Um sich auf das Testspiel vorzubereiten, führt die Mannschaft von Trainer Murat Yakin am Montag am frühen Abend ein öffentliches Training durch. Um 17.00 Uhr geht es auf dem Sportplatz Chrummen in Freienbach SZ los.

Am Samstag im Wembley gegen England, heute wieder in der Schweiz und bald schon wieder anderswo auf dem Platz im Einsatz. Die Schweizer Spieler haben aktuell viel zu tun. Trotzdem freut sich die Mannschaft auf den Match in Zürich. «Es ist ein Spiel der Freundschaft zwischen zwei Nationen, die sich kennen und schätzen», sagt Stefan Baumgartner, Mediensprecher des Schweizerischen Fussballverbands.

Zwei Teams, die sich kennen

Das Spiel wird für alle Beteiligten aussergewöhnlich. Zwischen den beiden Teams gibt es starke Verbindungen. Für die Schweiz spielen mehrere Spieler mit kosovarischen Wurzeln. Etwa Captain Granit Xhaka, für den es es auch noch das 100. Länderspiel wird sein. Im Team Kosovo sind auf der anderen Seite viele bekannte Gesichter anzutreffen. Nicht weniger als fünf Spieler im Kader besitzen den Schweizer Pass. Zwei von ihnen, Fidan Aliti und Mirlind Kryeziu, stehen zudem beim FCZ im Einsatz.

Von Rivialität sei trotz dieser doppelten Heimat nichts zu spüren, sagt Baumgartner. Im Gegenteil: Die Vorfreude im Team auf das Testspiel sei riesig. Nicht zuletzt, dank einer tollen Stimmung im ausverkauften Letzigrund bei schönstem Wetter. Ideale Voraussetzungen für ein Fussballfest.

«Wir wollen uns für den Rückhalt bedanken»

Aber auch das Training in Freienbach, eines der wenigen auf Schweizer Boden, ist für die Nati wichtig. «Es ist Teil unserer Philiosophie, solche Trainings durchzuführen», sagt Baumgartner. «So wollen wir den Menschen etwas zurückgeben und uns für den unglaublichen Rückhalt bedanken, den wir in den letzten zwei Jahren zu Spüren bekommen haben.»

Aber sind solche Testspiele nicht eine Zusatzbelastung ohne direkten Mehrwert? Ganz und gar nicht, so Baumgartner. Dass die Nati von England ins Wembley eingeladen wurde, sei ein Beweis für die gestiegene Wertschätzung und das ‹Standing›, das Yakins Team im europäischen Fussball geniesst.

(osc)

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 28. März 2022 14:00
aktualisiert: 28. März 2022 14:10
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