Unihockey

Grasshoppers und Kloten-Dietlikon im Superfinal favorisiert

23. April 2022, 07:37 Uhr
Im Superfinal, der Meisterschaftsentscheidung im Schweizer Unihockey, kommt es am Samstag in Kloten zur Neuauflage der Affichen von 2019.
2021 jubelten die Spieler von Köniz mit dem Meisterpokal in den Händen.
© Keystone/ENNIO LEANZA

Bei den Männern wollen Wiler-Ersigen und die Grasshoppers nach dem Triumph von Köniz 2021 zurück auf den Thron. Bei den Frauen steigt das nächste Duell zwischen den ewigen Rivalinnen Kloten-Dietlikon und Piranha Chur. In beiden Fällen misst sich der Qualifikationssieger mit dem Tabellendritten. Auch deshalb sind die Grasshoppers und Kloten-Dietlikon favorisiert.

Piranha Chur mit komplizierter Saison

Vor allem ein Triumph von Piranha Chur käme überraschend. Die Bündnerinnen, mit sieben Meistertiteln zwischen 2010 und 2018 die prägende Equipe im vorigen Jahrzehnt, blicken auf eine komplizierte Saison.

Im November erzwang eine Corona-Welle Zwangspausen, im Februar kam es zu einem Trainerwechsel. Sportchef Daniel Darms und U21-Coach Simon Zopf sprangen interimistisch ein, wobei Letzterer das Amt auf die kommende Saison im Gespann mit Rückkehrer Mirco Torri fest übernehmen wird. Mit Flurina Marti hatte ausserdem eine der letzten Säulen des Churer Erfolgs das Team vor der Saison verlassen, dazu wechselte auch die Nationalspielerin Chiara Gredig nach Schweden.

Vor allem dem ersten Block mit der Schweizer Rekordtorschützin Corin Rüttimann und vier weiteren Internationalen aus drei Ländern haben es die Churerinnen zu verdanken, dass sie die Kurve nach durchwachsenem Beginn gekriegt haben.

Berner Understatement

Bei den Männern gefällt sich Wiler-Ersigen in der Rolle des vermeintlichen Underdogs. «Die Grasshoppers haben nicht nur die Qualifikation dominiert, den Cupsieg geholt, beide Direktduelle in dieser Saison gewonnen, sie sind auch das klar erfahrenere Team», schrieb der zwölffache Meister in seiner Vorschau. Und: «Auf Seiten der Zürcher stehen nicht weniger als sechs Schweizer WM-Fahrer, beim SVWE keiner.»

Dass die Mannschaft von Trainer Thomas Berger im Gegensatz zu GC auch auf (namhafte) ausländische Verstärkung setzt, sie in den Playoffs zu Hochform auflief und den Titelverteidiger Köniz mit 4:1 Siegen ausschaltete, blieb unerwähnt.

Mit Piranha Chur (5 von 6 Superfinals), Kloten-Dietlikon (6/6) und Wiler-Ersigen (5/6), das zum alleinigen Rekordmeister avancieren könnte, gehören drei der vier Finalisten zu den Stammgästen. In den gleichen Affichen vor drei Jahren hatten sich Wiler-Ersigen und Kloten-Dietlikon gegen die damaligen Qualifikationssieger GC und Piranha durchgesetzt.

Nach dem coronabedingten Meisterschaftsabbruch 2020 und Winterthur als Ersatzort für den Superfinal 2021 findet der Anlass wieder im Klotener Eishockeystadion am Schluefweg statt. Wiler-Ersigen entschied dort vier seiner fünf Endspiele für sich.

Quelle: sda
veröffentlicht: 23. April 2022 07:37
aktualisiert: 23. April 2022 07:37
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