HSC 27:28 GC

Nach Verlängerung: Der HSC Suhr Aarau verliert auch sein zweites Heimspiel

Lorenz Barazetti, 28. April 2022, 22:12 Uhr
Der HSC hatte an diesem Donnerstagabend die Chance auf einen Matchball in der Viertelfinalserie (Best of Five). Trotz Heimvorteil vor tollem heimischem Publikum in der Aarauer Schachenhalle geht das Spiel verloren und die Suhrer stehen nun selber mit dem Rücken zur Wand.
Sinnbild für das Auf und Ab des HSC in der Partie und der ganzen Serie: Joao Ferraz (oben).
© Aargauer Zeitung / Freshfocus

Der HSC Suhr Aarau erlebt in dieser Playoff-Viertelfinalserie ein ständiges Auf und Ab. Nach der diskussionslosen Heimpleite vor einer Woche zum Serienstart bäumten sich die Aargauer in der zweiten Partie unter der Führung eines stark spielenden Joao Ferraz auf und glichen zum 1:1 aus. Im zweiten Heimspiel an diesem Donnerstag hat das Team von Coach Aco Stevic bei den treuen Fans etwas gut zu machen. Der HSC startet aber wieder schläfrig in die Partie, mehr als fünf Minuten lang will einfach kein Tor gelingen. Ohne den verletzten Topscorer Manuel Zehnder fehlt dem HSC einfach der Offensiv-Punch. Dieser und ein gefühltes Dutzend weitere Spieler (unter anderem Haudegen Patrick Strebel und Torhüter Leonard Grazioli) wurden vor Anpfiff der Partie übrigens verabschiedet, da es bei das letzte Heimspiel der Saison sein könnte.

Vor allem Leonard Grazioli im Tor der Suhrer ist es zu verdanken, dass in der Pause nur drei Tore Rückstand resultieren (wird zusammen mit seinem Gegenüber nach der Partie als Man of the Match ausgezeichnet). Und, dass es auch den Zürchern immer wieder an Präzision fehlt. Ein 6:9 aus Sicht des HSC zeigt das klar. Zum Vergleich: Die Kadetten Schaffhausen führten in ihrem Spiel am Donnerstag gegen den BSV Bern zur gleichen Zeit bereits mit 21:14.

Endlich, Führung!

In der zweiten Hälfte dann zeigen sich die Gastgeber ambitionierter. Nach und nach schaffen sie es immer häufiger, sich in der Defensive schadlos zu halten und holen auf. Nach etwas mehr als vierzig Minuten dann ist es endlich so weit: Flügel Timothy Reichmuth kann einen Ballgewinn mit einem Treffer ins leere Hoppers-Tor abschliessen und der HSC geht erstmals in Führung (14:13). Damit zwingt er GC-Trainer Petr Hrachovec zum sofortigen Timeout. Das Momentum der Gastgeber kann aber auch das nicht brechen. Sogar Teamleader Joao Ferraz, dem in der ersten Halbzeit nicht viel gelungen war, verbessert spätestens jetzt seine Quote.

Verlängerung muss entscheiden

Der Flow wird aber nach weiteren 10 Minuten etwas gebremst. Der Rekordmeister aus Zürich geht in der Crunchtime erneut in Führung. Es braucht wieederum einen Effort in Person von HSC-Captain Sergio Muggli, dem trotz Mittelhandbruchs sein erster persönlicher Treffer gelingt. Eine Minute vor Schluss trifft Ferraz per Penalty wieder zur Führung, doch es reicht nicht zum direkten Sieg, GC-Toptalent Jann Bamert gleicht wenige Sekunden vor Schluss zum 22:22 aus. 

Dieser eröffnet dann auch das Score in der Verlängerung, die beiden Teams punkten im Gleichschritt, jedoch holt sich GC den Vorteil Führung zur Pause nach fünf Minuten. 

Nach Wiederanpfiff gerät der HSC dann aber weiter ins Hintertreffen, GC spielt sich eine kurzzeitige Drei-Toreführung heraus. Wer aber denkt, das war's, irrt. Der HSC erspielt sich innert weniger Augenblicke noch einmal die Chance auf den Ausgleich, doch dann das: Ein Wechselfehler im Angriff macht alles zunichte. Jonas Kalt kriegt eine Strafe und GC den Ball. Jetzt ist es endgültig aus, der Ex-Suhrer David Poloz erhöht nochmal, auch das letzte Tor durch Ferraz ändert nichts mehr an der Niederlage.

Mit dem Rücken zur Wand

Damit muss der HSC Suhr Aarau am kommenden Sonntag (18 Uhr) auswärts unbedingt wieder gewinnen, ansonsten nimmt die Saison ein verfrühtes Ende. Im Modus Best-of-five fehlt dem Rekordmeister aus Zürich nur noch dieser eine Sieg.

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 28. April 2022 22:12
aktualisiert: 28. April 2022 22:12
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