Zug – ZSC Lions 2:3

ZSC Lions mit dem Break

19. April 2022, 05:36 Uhr
Die ZSC Lions wenden in Zug in den letzten zwei Minuten ein 1:2 in ein 3:2 und gehen im Playoff-Final 1:0 in Führung.
Die 7200 Zuschauer in der ausverkauften Arena mussten sich bis zur 34. Minute gedulden, ehe der erste Treffer der Partie fiel.
© KEYSTONE/MICHAEL BUHOLZER

Eine Serie musste zu Ende gehen: Die Zuger waren mit acht Siegen in acht Playoff-Spielen in den Final gestürmt, die Lions gewannen die vorangegangenen sechs Partien. Saisonübergreifend hatten die Zentralschweizer gar zwölfmal in Folge in der entscheidenden Meisterschaftsphase gewonnen; die zuvor letzte Niederlage in den Playoffs erlitten sie vor einem Jahr im dritten Halbfinalspiel gegen die Rapperswil-Jona Lakers.

Lange sahen die Zuger wie der Sieger aus. Noch in der 59. Minute führten sie 2:1. 89 Sekunden vor dem Ende glich Chris Baltisberger mit einem Ablenker zum 2:2 aus . die Zürcher spielten zu diesem Zeitpunkt ohne Goalie. Der Zuger Trainer Dan Tangnes nahm eine Coaches Challenge, weil er eine Torhüterbehinderung gesehen haben wollte. Die Schiedsrichter gaben jedoch den Treffer, weshalb die Gastgeber eine Strafe kassierten. Dennoch hätten beinahe die Zuger das 3:2 erzielt, ZSC-Keeper Jakub Kovar rettete 67 Sekunden vor Schluss spektakulär gegen Dario Simion. 2,2 Sekunden bevor es zur Verlängerung gekommen wäre, gelang dann ZSC-Stürmer Justin Azevedo das 3:2.

Die 7200 Zuschauer in der ausverkauften Arena mussten sich bis zur 34. Minute gedulden, ehe der erste Treffer der Partie fiel. Dafür verantwortlich zeichnete der im Januar aus der NHL zurückgekehrte Gregory Hofmann, der ZSC-Keeper Jakub Kovar mit einem haltbaren Schuss bezwang. 169 Sekunden später erhöhte Fabrice Herzog nach schöner Vorarbeit von Yannick Zehnder auf 2:0. Der Powerstürmer traf aus kurzer Distanz zum fünften Mal in diesen Playoffs, wobei ihm die Zürcher Simon Bodenmann und Marcus Krüger im Slot zu viel Platz gewährten.

Die Lions wären jedoch nicht die Lions, wenn sie nicht zu einer Reaktion fähig wären. Sie starteten gut in den Schlussabschnitt; in der 41. Minute scheiterte ZSC-Verteidiger Yannick Weber aus guter Position an Leonardo Genoni. In der Folge konnten die Zürcher zweimal Powerplay, das zweite nutzte der zu den Rapperswil-Jona Lakers wechselnde kanadische Verteidiger Maxim Noreau zum 1:2 - er war mit einem Schuss von der blauen Linie erfolgreich. Es war der Startschuss zu einer packenden Schlussphase mit einer fantastischen Wende aus Sicht der Lions. Die Finalserie ist jedenfalls so richtig lanciert. 

Telegramm:

Zug – ZSC Lions 2:3 (0:0, 2:0, 0:3)

7200 Zuschauer (ausverkauft). - SR Stricker/Tscherrig, Altmann/Wolf. - Tore: 34. Hofmann (Simion) 1:0. 37. Herzog (Zehnder) 2:0. 48. Noreau (Andrighetto/Powerplaytor) 2:1. 59. (58:31) Chris Baltisberger (Marti) 2:2 (ohne Torhüter). 60. (59:58) Azevedo (Geering, Andrighetto/Powerplaytor) 2:3. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Zug, 1mal 2 Minuten gegen ZSC Lions. - PostFinance-Topskorer: Jan Kovar; Andrighetto.

Zug: Genoni; Cadonau, Djoos; Hansson, Stadler; Schlumpf, Kreis; Gross; Simion, Jan Kovar, Hofmann; Müller, Lander, Bachofner; Zehnder, Senteler, Herzog; Suri, Leuenberger, Allenspach; De Nisco.

ZSC Lions: Jakub Kovar; Noreau, Marti; Phil Baltisberger, Geering; Weber, Kivistö; Trutmann; Denis Hollenstein, Malgin, Andrighetto; Azevedo, Krüger, Bodenmann; Pedretti, Sigrist, Diem; Aeschlimann, Schäppi, Chris Baltisberger; Sopa.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Morant (verletzt) und Roe (überzähliger Ausländer). ZSC Lions von 58:12 bis 58:31 ohne Torhüter.

Quelle: sda
veröffentlicht: 19. April 2022 05:36
aktualisiert: 19. April 2022 05:36
Anzeige