Prüfungsphase

Diese Lernmethoden helfen dir, dich optimal vorzubereiten

21. April 2022, 15:15 Uhr
Die Prüfungszeit rückt immer näher und langsam aber sicher wird es Zeit, sich hinter die Bücher zu klemmen. Ob Lehrabschlussprüfung, Matura oder Semesterprüfungen: Wir zeigen dir, mit welchen Methoden du am effizientesten lernen kannst.

Lernen ist Typ-Sache. Manche erfassen Zusammenhänge am besten übers Hören, andere durch Lesen und einige haben mit beidem so ihre liebe Mühe. Die Lernmethode ist nicht nur individuell, sondern auch entscheidend dafür, ob es gelingt, den Stoff zu verinnerlichen. Mit unseren Tricks lernst du effizienter.

Die Pomodoro-Technik

Diese Lernmethode hat ihre Ursprünge in den 80er-Jahren und wurde vom Italiener Francesco Cirillo entwickelt. Bei der Pomodoro-Technik unterteilst du deine Lernzeit in Blöcke von 25 Minuten. In diesen lernst du konzentriert, ohne Ablenkung und Unterbruch. Danach machst du eine Pause von fünf Minuten, bevor du mit der nächsten Einheit startest. So kannst du deine Aufmerksamkeitsspanne optimal nutzen und effizient lernen. Solltest du merken, dass 25 Minuten für dich zu kurz sind, kannst du das Modell auch anpassen und 45 Minuten Lernzeit mit zehn Minuten Pause kombinieren.

Mit Post-it-Zettel zum Ziel

Post-it können beim Lernen sehr hilfreich sein, vor allem, wenn du wenig Zeit oder Lust hast, dich stundenlang hinzusetzen. Mithilfe der kleinen, selbstklebenden Zettel kannst du die wichtigsten Fakten und Zusammenhänge notieren und überall in deiner Wohnung verteilen. Am praktischsten ist es, wenn du auf der Vorderseite jeweils eine Frage notierst und auf die Rückseite die Antwort schreibst. Am besten klebst du die Lern-Post-it dann an Orte, an denen du oft vorbeikommst, wie Türe, Kühlschrank oder Klo-Deckel.

Tipp für Vokabeln: Solltest du dich explizit auf eine Sprachprüfung vorbereiten, kannst du diese Variante auch bestens dafür nutzen. Dies, indem du alle möglichen Gegenstände mit einem Post-it, auf dem das Wort in der entsprechenden Fremdsprache steht, versiehst.

Die Loci-Methode

Bei der Loci-Methode baust du auf dein räumliches Erinnerungsvermögen. Dies ist Teil unseres Gehirns und bewirkt, dass wir oft wissen, wo wir die Antwort auf eine Frage schon einmal gelesen haben, aber die Lösung nicht abrufen können. Die Loci-Methode schafft hier Abhilfe.

Und so funktioniert sie: Zuerst stellst du dir einen bekannten Weg, eine Strecke oder einen Raum vor. In deinen Gedanken gehst du dann an bestimmten Gegenständen entlang dieses Weges oder im Raum vorbei. Wenn du diese Gedankengänge gefestigt hast, verknüpfst du wichtige Fakten oder Zahlen in einer sinnvollen Reihenfolge mit den Gegenständen auf deiner Route. Später kannst du dann in Gedanken die Route ablaufen und dich so automatisch an den gelernten Stoff, den du räumlich verknüpft hast, erinnern.

Unterwegs lernen

Du bist oft frustriert, weil du vor lauter Lernen nicht mehr aus dem Haus kommst? Das muss nicht sein. Bewegung, frische Luft und Prüfungsvorbereitung lassen sich nämlich ganz einfach miteinander verbinden, zum Beispiel mit einem «Lern-Spaziergang». Mit dieser Lernmethode bekommst du Bewegung an der frischen Luft und förderst dadurch auch gleich noch deine Konzentration.

Für deinen Spaziergang solltest du dir eine ruhige Strecke suchen, am besten im Wald oder an einem Fluss entlang, damit du nicht abgelenkt wirst. Um unterwegs den Lernstoff in dein Hirn zu bekommen, gibt es unterschiedlichste Hilfsmittel. Beispielsweise kannst du dir Karteikarten gestalten und unterwegs kurze Lernstopps von fünf bis zehn Minuten einlegen – oder jemanden auf deinen Spaziergang mitnehmen, der dich unterwegs abfragt. Eine andere Variante sind selbstgemachte Lern-Podcasts. Für diese schreibst du im Vorhinein eine Zusammenfassung nieder und nimmst sie als Audio auf, welches du dann immer wieder anhören kannst.

In diesem Sinne: Gutes Lernen und viel Glück bei den Prüfungen!

(umt)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 21. April 2022 13:37
aktualisiert: 21. April 2022 15:15
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