Unterhaltung

Künstliche Intelligenz macht jetzt auch versoffene Partyfotos

Technologie

Künstliche Intelligenz macht jetzt auch versoffene Partyfotos

· Online seit 02.02.2023, 09:12 Uhr
Du hast keine Zeit für ausschweifende Abende mit Freunden, aber als Langweiler willst du trotzdem nicht abgestempelt werden? Dann gibt es jetzt eine Lösung: Partyfotos aus der Hexenküche der künstlichen Intelligenz. Aber aufpassen: Vor dem Posten besser die Finger zählen.
Anzeige

Auf die Idee, Partyfotos von einer künstlichen Intelligenz (KI) erstellen zu lassen, kam der Twitter-User «Mileszim». Die Ergebnisse wirken auf den ersten Blick authentisch. Der leicht weggetretene Blick, die verschwitzte Haut nach durchzechter Nacht und die Vernachlässigung der Schärfe-Einstellung erinnern stark an die Zeugnisse, die man von Social Media gewohnt ist.

Mehr Finger, mehr Spass?

Doch bei genauerem Hinschauen wird klar: Hier stimmt etwas nicht. Die Gesichter auf den Bildern wirken seltsam unnatürlich, geradezu roboterhaft. Die gleiche Person taucht in derselben Szene mehrfach auf. Körper sind auf groteske Weise verzerrt. Auf einem Bild hat eine junge Frau nicht weniger als neun Finger. Je länger man die Bilder betrachtet, desto grösser wird der Horror.

Mileszim hat die Bilder nach eigenen Angaben mit der KI «Midjourney» erstellt. Dabei handelt es sich um ein Programm, dass Bilder aus Textbeschreibungen erschafft, ähnlich wie DALL-E oder Stable Diffusion. Midjourney befindet sich derzeit in der offenen Beta-Phase und kann auf der Chatplattform Discord getestet werden.

Hast du schöne Partyfotos mit echten Menschen drauf gemacht? Schick uns die lustigsten!

Kunstschaffende begehren gegen KI-Bilder auf

Programme wie Midjourney ziehen nicht nur Aufmerksamkeit auf sich, Künstlerinnen und Künstler sehen sich dadurch um ihre Arbeit betrogen. In den USA hat dieser Vorwurf zu einer Sammelklage geführt. Drei Künstlerinnen fordern eine Entschädigung für die von KIs verursachten Schäden sowie eine einstweilige Verfügung zur Verhinderung künftiger Schäden.

In der Klageschrift wird gemäss einem Bericht des «Standard» ausgeführt, dass die Bilder aus dem Computer nur erschaffen werden konnten, weil die dahinterstehende Firma «Kopien von Milliarden urheberrechtlich geschützten Bildern ohne Erlaubnis heruntergeladen oder anderweitig bezogen hat».

(osc)

veröffentlicht: 2. Februar 2023 09:12
aktualisiert: 2. Februar 2023 09:12
Quelle: Today-Zentralredaktion

Anzeige

Mehr für dich

Anzeige
Anzeige
argoviatoday@chmedia.ch