Kultur

Hazel Brugger ist «erschöpft» und will deshalb eine Pause einlegen

16. März 2022, 17:08 Uhr
Komikerin Hazel Brugger ist ausgepowert, «längere Zeit gesundheitlich angeschlagen», wie sie am Mittwoch twitterte. Deshalb lege sie eine Pause ein – auch mit dem Podcast «Nur verheiratet», den sie mit ihrem Mann Thomas Spitzer auf YouTube publiziert.
Kabarettistin, Comedian und Slam-Poetin Hazel Brugger ist ausgelaugt und erschöpft, nach zwei Jahren Pandemie. Jetzt legt sie eine Pause ein und freut auf Zeit für ihre kleine Tochter, ihren Mann und sich selbst. (Archivbild)
© Keystone/DPA/ROLF VENNENBERND

«Ich war jetzt längere Zeit gesundheitlich angeschlagen, erschöpft und werde die Umstände nutzen, um eine Pause einzulegen, die ich letztlich seit Beginn der Schwangerschaft, ja, seit Beginn der Pandemie, also gut zwei Jahren nicht hatte», schrieb Brugger auf Twitter.

Eigentlich sei es für die Welt, in der «gerade wieder wahnsinnig viel» passiere, «wirklich unwichtig, wie es mir genau geht», so Brugger in ihrem längerem Tweet. Doch sie habe sich gedacht, «dass ich ein paar Leuten hier ein Statement schuldig bin».

Offen und ehrlich räumt sie, die offenbar verschiedentlich von jungen Müttern gefragt worden sei, wie sie das alles nur schaffe, ein: «Ich habe es nicht geschafft und es war zu viel.» Vor allem habe ihr irgendwann nichts mehr Spass gemacht. Jetzt freut sie sich «auf meine Zeit für meine Tochter, für Thomas und für mich».

Die Dauer der Pause lässt Brugger offen

Zugesetzt hat der Künstlerin ihr Künstlerdasein mit dem Baby und überhaupt «das Künstlerdasein während der Pandemie»: «Worte können nicht beschreiben, wie auslaugend es ist, über viele Monate ständig nur Termine zu verschieben» oder «verschobene Shows abzusagen» oder «gebeutelte Veranstalter zu trösten», so Brugger. Und weiter: «Nach impf-positiven Äusserungen mussten wegen zu vieler Morddrohungen Auftritte abgesagt werden.»

Wie lange sie sich zurückziehen möchte, sagt sie nicht. Ihr Podcast «Nur verheiratet» wird bis 1. Juni «weitestgehend pausieren». In einer Mail an ihre Patreot-Fans, aus dem der «Tages-Anzeiger» zitiert hatte, kündigten Brugger und Spitzer bereits am Tag zuvor an, dass es bis 2023 weniger Auftritte geben werde. 

Quelle: sda
veröffentlicht: 16. März 2022 16:32
aktualisiert: 16. März 2022 17:08
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