Nirvana

30 Jahre «Nevermind»: Ein Album, das eine Generation bewegte

24. September 2021, 16:32 Uhr
Mit dem Album «Nevermind» schrieb Nirvana 1991 Musikgeschichte und wurde über Nacht zum Rock-Mainstream. Jetzt, 30 Jahre später, ist das Album mit den legendären Songs darauf immer noch präsent und zeitlos.
Heute feiert die Nirvana Platte «Nevermind» ihr 30 jähriges Jubiläum.
© KEYSTONE/AP Geffen

Heute vor 30 Jahren wurde das «Nevermind»-Album von Nirvana veröffentlicht. Über Nacht wurde eine kleine Underground-Band aus Aberdeen im US-Bundesstaat Washington quasi aus dem Nichts bekannt und das «Grunge»-Album erlangte grosses Aufsehen. Der Song «Smells like teen spirit» wurde zur Hymne einer ganzen Generation und Kurt Cobain zum Idol der frühen 1990er-Jahre.

Das «Nevermind»-Album verkaufte sich innerhalb weniger Wochen rund zehn Millionen Mal. Gerechnet hatte Nirvanas Label «Geffen» ursprünglich mit etwa 50’000 Exemplaren. Auch wurde die Band mit  Auszeichnungen und Awards rund um den Globus überhäuft. Insgesamt bekam die Band für ihre Platte «Nevermind» dreimal Gold und 18 Mal Platin.

Rebellion gegen die Regeln der Gesellschaft

Viele haben sich Anfang der Neunziger von der Musik, der Politik und den gesellschaftlichen Vorstellungen entfremdet. In den Texten der Grunge-Band wurden vor allem diese Probleme aufgenommen. Auch auf «Nevermind geht es um Verbrechen, Missbrauch, Obdachlosigkeit und die Rebellion gegen die damaligen Normen.

Das Model-Baby zieht das Albumcover auf die Anklagebank

Einen grossen Rummel gibt es momentan auch um das Cover von «Nevermind». Denn Spencer Elden, das Baby, welches mit entblössten Genitalien auf der Platte zu sehen ist, zog die noch lebenden Bandmitglieder, das Plattenlabel und den Fotografen sowie weitere Personen vors Gericht. Grund: Laut Angaben des mittlerweile 30-Jährigen ist er damals zu «kommerziellen sexuellen Handlungen gezwungen» worden und die Nacktdarstellungen verstossen gegen die US-Gesetze. Seine Eltern hätten der Veröffentlichung des Fotos niemals zugestimmt (ArgoviaToday berichtete).

Der Fall wird momentan vor dem Bundesgericht in Los Angeles verhandelt. Von jedem der 15 Beklagten fordert Elden 150’000 US-Dollar Schadenersatz wegen «lebenslanger Schäden und sexueller Ausbeutung.»

(mbr)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 24. September 2021 16:32
aktualisiert: 24. September 2021 16:32
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