Beratung

«Ich mag es, wenn du stöhnst» - So kannst du dich gegen sexuelle Belästigung wehren

24. Februar 2022, 09:33 Uhr
Mit obszönen Aussagen bedrängte ein 29-jähriger Mann zwei Nachbarinnen aus dem Freiamt. Aufgrund dessen wurde der Mann in einem Strafbefehl wegen sexueller Belästigung verurteilt. Eine der beiden Frauen erzählt, was sie erlebte und wie sie vorging.

Quelle: TeleM1

«Ich mag es, wie du stöhnst. Mach lauter. Mach mich geil.» Mit solchen obszönen Nachrichten, belästigte ein 29-jähriger Mann aus dem Freiamt seine Nachbarin. Seit letztem September erhielt Sheila immer wieder solche Botschaften und konnte sich nicht erklären, warum.

Stöhnen und Vibratoren gehört

Auch mitten in der Nacht klingelte der Stalker an Sheilas Wohnungstür und hinterliess perverse Briefe. Als Sheila rausschaute, war der unbekannte Mann schon wieder verschwunden. «Manchmal klingelte er auch, ohne einen  Brief zu hinterlassen», so Sheila im Interview mit Tele M1. «Er hat im Verhör gesagt, er habe mich stöhnen gehört und Vibratoren durch die Lüftung. Das war in dem Moment und im Nachhinein sehr unglaubwürdig», so das Stalking-Opfer.

Opferhilfe rät: Sofort Grenzen setzen

Laut der Opferhilfe hat Sheila genau richtig gehandelt. «Man muss so gut wie möglich Grenzen setzen, dass man jeden Kontakt vom Täter versucht zu verhindern und sich klar abgrenzt», sagt Elvira Savci von der Opferhilfe. Man soll sich umgehend zur Wehr setzen und die Polizei alarmieren.

(red.)

Quelle: Tele M1 / ArgoviaToday
veröffentlicht: 23. Februar 2022 19:30
aktualisiert: 24. Februar 2022 09:33
Anzeige