Frankreich

Belugawal aus der Seine stirbt trotz aufwendiger Rettungsaktion

10. August 2022, 14:29 Uhr
Tagelang sass ein Belugawal in einer Seine-Schleuse in Frankreich fest. Nach einem aufwendigen Rettungsversuch ist er am Mittwoch nun doch gestorben.

Quelle: CH Media Video Unit / Melissa Schumacher

Nach der Bergung aus der Schleuse in der Nacht zum Mittwoch habe sich die Atmung des Tiers während des Transports in ein Meerwasserbecken in der Normandie zusehend verschlechtert, teilte die Präfektur in Caen mit. Deswegen sei der Wal eingeschläfert worden, erklärte Amtstierärztin Ollivet Courtois.

Zu schwach für die Rettung

Mit einem Kühllaster hatte der vor über einer Woche in der Seine lokalisierte weisse Wal zur Behandlung nach Ouistreham gebracht werden sollen. Nach einer mehrstündigen Rettungsaktion, an der über 80 Experten beteiligt waren, wurde der Belugawal am Mittwochmorgen gegen vier Uhr aus der Schleuse gehoben, wie die Präfektur in Évreux mitteilte.

Eine erste Untersuchung bestätigte den schlechten Zustand des abgemagerten Wals. Veterinäre hielten seine Überlebenschancen deshalb für gering. Dennoch startete der Transport gegen 6.30 Uhr. Dabei wurde der Wal mit Tüchern feucht gehalten. Nach der Bergung verschlechterte sich sein Zustand, deshalb wurde er eingeschläfert.

Vom Weg abgekommen?

Was nun mit dem Tier geschehen wird, ist noch offen. Weshalb der eigentlich in arktischen und subarktischen Gewässern beheimate Weisswal sich in die Seine verirrt hatte, ist nicht bekannt.

Es ist nicht das erste Mal, dass sich ein grosser Wal in den französischen Fluss verirrt hat: Im Mai verhungerte ein Orca nach wochenlanger Odyssee in der Seine, im Juli wurde mutmasslich ein Finnwal in der Flussmündung bei Le Havre gesichtet.

(sda/joe)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 10. August 2022 14:08
aktualisiert: 10. August 2022 14:29
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