Ukraine-Krieg

Berlin genehmigt Verkauf von 100 Panzerhaubitzen

27. Juli 2022, 19:03 Uhr
Die Bundesregierung hat einen Milliardenkauf von Panzerhaubitzen an die Ukraine abgesegnet. Der Hersteller soll 1,7 Milliarden Euro erhalten.
Ein Zug Panzerhaubitze 2000 schießt auf dem Truppenübungsplatz in Munster während einer Informationslehrübung in Deutschland. (Archivbild)
© Keystone/dpa/Maurizio Gambarini

Laut den deutschen Medien «Spiegel» und «Berliner Zeitung» habe Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) offenbar bereits am 13. Juli dem deutschen Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann (KMW) eine Genehmigung zur Herstellung von Systemen des Typs «Panzerhaubitze2000» erteilt.

Bisher teuerste Lieferung

Demnach habe die Ukraine bei KMW schon im April nach Haubitzen angefragt. Daraufhin solle KMW umgehend ein entsprechendes Angebot abgegeben haben, bestätigt der Rüstungskonzern gegenüber dem «Spiegel».

Das Budget von rund 1,7 Milliarden Euro übersteige die bisherige Lieferung im monetären Wert um ein Vielfaches. Die Produktion der 100 Panzer solle sofort beginnen. Die Rohre des Kriegsgeräts liefere der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern.

Langfristige Unterstützung der Armee

Die Herstellung dauere mutmasslich mehrere Jahre. Demnach sei der Plan als langfristige Unterstützung der ukrainischen Armee gedacht. Das Modell «Panderhaubitze2000» kann dem Bericht zufolge je nach Munition 30 bis 40 Kilometer weit schiessen.

Es sei zudem nicht die erste Lieferung von Panzerhaubitzen an die Ukraine. Bedingung für die bisherigen Lieferungen war die Zusage seitens Ukraine, mit Waffen aus Deutschland keine Ziele auf russischem Territorium anzugreifen.

(joe)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 27. Juli 2022 18:41
aktualisiert: 27. Juli 2022 19:03
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