Die Inflation sorgt derzeit weltweit dafür, dass praktisch alles teurer wird. Auch in Grossbritannien. So soll auch der der Preis für ein Pint in England bald deutlich steigen. Bis zu umgerechnet zehn Euro soll etwas mehr als ein halber Liter Bier dann kosten, wie Experten vorrechnen.
Europaweit fehlt Kohlensäure
Doch damit nicht genug: Bier könnte künftig zur heissbegehrten Mangelware werden, wenn man einem Artikel der «Süddeutschen Zeitung» glaubt. Der Grund dafür liegt in der Tatsache, dass überall im Land Kohlensäure fehlt.
Kohlensäure entsteht vor allem als Nebenprodukt bei der Herstellung von Düngemitteln. Doch in den letzten Monaten wurde immer weniger Kohlensäure – grundlegend für Bier, Cola oder tausende andere Getränke – produziert.
Danish brewing giant @CarlsbergGroup is reportedly weighing up cutting or ceasing production of beer in Poland due to a lack of carbon dioxide (CO2) deliveries.https://t.co/bhqA6BB6ks pic.twitter.com/tb0fnjIxT2
— just-drinks.com (@just_drinks) August 26, 2022
Diese Woche hat nun auch der grösste britische Düngelmittelhersteller angekündigt, die Produktion im Werk von Bellingham «vorübergehend» einzustellen. Der Grund: die hohen Energiepreise. Das treibt die britische Bier-Branche an den Rande der Verzweiflung. «Diese Entscheidung könnte nicht schlimmer sein», zitiert die «Süddeutsche Zeitung» etwa Emma McClarkin, Vorsitzende der britischen Beer & Pub Association.
Carlsberg steht vor dem Produktionsstopp
Auch in anderen Ländern sei die Situation recht dramatisch. So schreibt die polnische Brauerei Carlsberg Polska: «Wir werden die Bierproduktion jeden Moment einstellen. Aber wir sind nicht die Einzigen. Wenn sie nicht über Anlagen zur eigenen CO₂-Produktion verfügen, werden die meisten Bierhersteller das Gleiche tun müssen», heisst es dort.
(baz)