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Europa

Klimagipfel: Mehr als 80 Staaten besiegeln Pakt gegen Methan-Ausstoss

2. November 2021, 16:05 Uhr
Auf der Weltklimakonferenz in Glasgow haben sich mehr als 80 Staaten einer Initiative der EU und der USA angeschlossen, um den Ausstoss von klimaschädlichem Methan zu reduzieren.
Die Staats- und Regierungschefs der Welt stellen sich während des UN-Klimagipfels COP26 für ein Gruppenfoto auf. Foto: Alberto Pezzali/AP pool/dpa
© Keystone/AP pool/Alberto Pezzali

«Den Ausstoss von Methan zu reduzieren, ist eines der effizientesten Dinge, die wir tun können», sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Dienstag in Glasgow. Sie stellte den Pakt gemeinsam mit US-Präsident Joe Biden vor. Der Ausstoss von Methan in die Atmosphäre habe einen erheblichen Beitrag zur Erderwärmung. «Das ist die am tiefsten hängende Frucht», die man schnell und effektiv reduzieren müsse.

Methan ist das zweitschädlichste Treibhausgas und verantwortlich für Klimaerwärmung und Luftverschmutzung. Die schon im September ins Leben gerufene Initiative hat zum Ziel, Methanemissionen bis 2030 um mindestens 30 Prozent gegenüber 2020 zu senken. Wenn sie erfolgreich umgesetzt wird, könnte die Klimaerwärmung bis 2050 der EU-Kommission zufolge um rund 0,2 Grad reduziert werden. Mit dabei sind neben Deutschland unter anderem auch Frankreich, Kanada, Israel und Japan.

Biden sprach von einem «wegweisenden Engagement». Er sagte in Glasgow, das 30-Prozent-Ziel könne wahrscheinlich sogar übertroffen werden. Biden präsentierte zugleich einen nationalen Aktionsplan zur Reduzierung des Methan-Ausstosses in den USA. Damit soll unter anderem der Methan-Ausstoss von Öl- und Gasbohrlöchern, von Pipelines und von Mülldeponien deutlich reduziert werden.

Methan entsteht zum Beispiel in der Landwirtschaft, auf Abfalldeponien oder in der Öl- und Gasindustrie. Einer von der EU-Kommission zitierten Statistik des Weltklimarats (IPCC) zufolge ist Methan für die Hälfte der bisherigen Klimaerwärmung von rund einem Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit verantwortlich.

Quelle: sda
veröffentlicht: 2. November 2021 16:05
aktualisiert: 2. November 2021 16:05