Neue Betrugsmasche

Krypto-Kriminelle zocken Berliner mit Schweizer ID ab

25. Juli 2022, 15:18 Uhr
Wer Verluste im Handel im Kryptowährungen gemacht hat, dem werden diese durch die Polizei ersetzt. Mit dieser Masche locken Cyberkriminelle in Deutschland aktuell Opfer an. Sie geben sich dabei als Berliner Polizisten aus – mit einer Schweizer ID.

In Deutschland ist eine neue Betrugsmasche aufgetaucht. Unbekannte Cyberkriminelle versprechen ihren Opfern dabei zunächst am Telefon, sie könnten deren Verluste aus dem Handel mit Kryptowährungen wettmachen.

Die Betrüger geben sich dabei als angebliche «Wiederherstellungs Agenten» der Zentralen Ansprechstelle Cybercrime der Polizei Berlin (ZAC) aus. Sie legitimieren sich ausserdem mit einer Schweizer Identitätskarte, wie das Landeskriminalamt Berlin mitteilt.

Kriminelle haben es auf Zahlung abgesehen

Nach dem Telefongespräch wird die Kommunikation zwischen Betrügern und Opfern per E-Mail fortgeführt. Diese sieht aus, als komme sie offiziell von der Berliner Polizei, ist allerdings gefälscht.

Den Betroffenen wird in dem Schreiben vorgegaukelt, sie könnten die eingefahrenen Verluste im Kryptowährungshandel gegen Zahlung in Vorkasse zurückbekommen. Die geforderte Zahlung bezeichnen die Cyberkriminellen als Darlehen, welches von den Betroffenen entweder in einer Kryptowährung gezahlt oder in bar übergeben werden kann.

Opfer sollen Anzeige erstatten

Nach Angaben einer Polizeisprecherin liegt dem Landeskriminalamt Berlin bislang keine Vielzahl solcher Fälle vor, wie «Heise Online» schreibt. Es sei den Ermittlern aber wichtig, «die Masche zu benennen, damit die Betrüger gar nicht erst die Chance haben, damit das grosse Geld zu machen».

Betroffenen rät die Polizei, nicht auf die Zahlungsaufforderung zu reagieren und stattdessen Anzeige zu erstatten.

(osc)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 25. Juli 2022 15:09
aktualisiert: 25. Juli 2022 15:18
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