Belarus

Lukaschenko ordnet Hilfe für Kinder im Grenzgebiet zu Polen an

13. November 2021, 14:09 Uhr
Der autoritäre belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat humanitäre Hilfe vor allem für die Kinder der im Grenzgebiet zu Polen gestrandeten Migranten angeordnet. Es sollten etwa Essenszelte aufgestellt werden, meldete die belarussische staatliche Nachrichtenagentur Belta am Samstag.
Migranten stehen an der belarussisch-polnischen Grenze an einem Feuer. Foto: Ramil Nasibulin/BelTA/AP/dpa
© Keystone/BelTA/AP/Ramil Nasibulin

Lukaschenko steht allerdings in der Kritik, die Menschen überhaupt erst in diese miserable Lage gebracht zu haben. Die EU wirft ihm vor, gezielt Migranten aus Krisengebieten einschleusen zu lassen und sie dann in Richtung EU-Aussengrenze zu drängen. Vor allem an der Grenze zu Polen warten derzeit viele Migranten, die sich eine Einreise in die EU wünschen, um dort einen Asylantrag zu stellen.

Der belarussische Machthaber will die EU mit den Migranten dazu bringen, die Sanktionen gegen Belarus zu lockern und die Gespräche mit ihm wieder aufzunehmen. Die EU will sich jedoch nicht erpressen lassen und verhandelt über weitere Sanktionen.

Die polnische Grenzwache hat die Grenze mit Stacheldrahtzäunen gesichert und bringt Migranten, die es ins Land schaffen, wieder zurück an die Grenze. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt harren Tausende seit mehreren Tagen in provisorischen Camps im Wald aus. Am Samstagmorgen versammelten sich belarussischen Angaben zufolge mehrere Dutzend Menschen direkt am geschlossenen Grenzübergang Kuznica und riefen «Deutschland, Deutschland!». Viele der Migranten hoffen auf ein Leben in der Bundesrepublik.

(red.)

Quelle: ArgoviaToday
veröffentlicht: 13. November 2021 14:09
aktualisiert: 13. November 2021 14:09
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