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Mark Zuckerberg bestätigt: Facebook-Konzern Meta streicht 10'000 weitere Jobs

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Facebook-Konzern Meta streicht 10'000 weitere Jobs

· Online seit 14.03.2023, 16:39 Uhr
Meta will in einer zweiten Stellenabbau-Welle rund 10'000 Jobs streichen. Zudem sollen etwa 5000 offene Stellen nicht mehr besetzt werden, kündigte Chef Mark Zuckerberg am Dienstag an. Im November hatte Meta bereits 11'000 Plätze gestrichen.
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Das Geschäft beim Facebook-Konzern Meta läuft nach dem Corona-Boom schwächer. Nun setzt Gründer und Chef Mark Zuckerberg erneut zu tiefen Einschnitten an. Insgesamt werden 10 000 Jobs gestrichen.

Zudem sollen etwa 5000 offene Stellen nicht mehr besetzt werden, kündigte Zuckerberg am Dienstag an. Der Abbau werde sich über die kommenden Monate hinziehen, schrieb er in einer E-Mail an die Mitarbeiter. Im November hatte Meta bereits 11 000 Arbeitsplätze abgebaut. Das waren damals rund 13 Prozent der Belegschaft.

Geschäft mit Werbung während Corona boomte

In den vergangenen Monaten strichen nach Meta auch andere Online-Riesen wie Amazon, Google und Microsoft tausende Stellen - nachdem sie im Boom für ihr Geschäft in der Corona-Pandemie in grossem Stil neue Mitarbeiter eingestellt hatten.

Der Facebook-Konzern greift nun als erster von ihnen zu einer zweiten grossen Entlassungsrunde. Zuckerberg hatte 2023 zum «Jahr der Effizienz» ausgerufen.

In der Pandemie buchten viele kleine Unternehmen Werbung bei Facebook, um ihr Geschäft anzukurbeln. Meta verdiente gut und stellte auch kräftig ein. Ende 2019 hatte der Konzern 45 000 Mitarbeiter, zum Zeitpunkt des Stellenabbaus im November 2022 waren es über 87 000.

Hierarchien sollen flacher werden

Zuckerberg räumte in der am Dienstag veröffentlichten E-Mail an die Mitarbeiter ein, dass solche Umwälzungen in einem Unternehmen «Unsicherheit und Stress» erzeugten. Er hoffe, die Veränderungen so schnell wie möglich umzusetzen, damit man diese Zeit der Unsicherheit so schnell wie möglich hinter sich lassen könne.

In den kommenden Monaten würden Manager Umbaupläne vorlegen, schrieb Zuckerberg zum weiteren Zeitplan. Ziel dabei sei, die Hierarchien flacher zu machen, Projekte mit niedriger Priorität einzustellen und das Tempo bei den Neueinstellungen zu bremsen.

Meta spürt Zurückhaltung 

Entlassungen sollen im April im Technologie-Bereich und im Mai auf der Business-Seite bekanntgegeben werden. Auch international sollen Jobs gestrichen werden.

Die «Financial Times» schrieb am Dienstag, dass von der nächsten Entlassungsrunde die Bereiche Politik, Marketing und Kommunikation stärker als andere betroffen sein sollen.

Meta spürt die Zurückhaltung von Werbekunden, die stärker auf ihr Geld achten. Auch ist die App Tiktok ein starker Rivale im Kampf um Werbe-Dollar - und Apples Massnahmen zum Schutz der Privatsphäre auf dem iPhone machten Anzeigen bei Facebook weniger effizient.

NFT-Idee wird ebenfalls auf Eis gelegt

Zugleich steckt Zuckerberg viele Milliarden in die Entwicklung virtueller «Metaverse»-Welten. Allein im vergangenen Jahr verbuchte die entsprechende Sparte Reality Labs einen operativen Verlust von gut 13,7 Milliarden Dollar.

Schon in der Nacht zum Dienstag gab Meta bekannt, dass Facebook und Instagram nach dem einstigen Hype um digitale Sammelobjekte nun die Funktionen rund um die sogenannten NFTs wieder einstellen werden.

Der Schritt sei Teil der laufenden Fokussierung auf Prioritäten, schrieb der zuständige Manager Stephane Kasriel bei Twitter. Wegfallen werde in den kommenden Wochen unter anderem die Möglichkeit, NFTs über Instagram und Facebook zu teilen, erläuterte ein Sprecher dem Technologie-Blog «The Verge».

Begeisterung hat nachgelassen

NFTSs (non-fungible token) sind so etwas wie digitale Echtheitszertifikate. Sie sorgen dafür, dass unter einer Vielzahl potenziell völlig identischer Kopien nur eine Datei als sozusagen signiertes Original gelten kann.

Der NFT-Hype erreichte seinen Höhepunkt vor rund zwei Jahren, als ein digitales Kunstwerk für mehr als 69 Millionen Dollar verkauft wurde. Unter anderem wurden NFTs als eine Möglichkeit gesehen, digitale Objekte im Metaverse zu besitzen und zu handeln. Seitdem liess die Begeisterung sowohl für NFTs als auch für das Metaverse allerdings merklich nach.

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(sda/mhe)

veröffentlicht: 14. März 2023 16:39
aktualisiert: 14. März 2023 16:39
Quelle: Today-Zentralredaktion

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