Russland

Mehr als 400 tote Zivilisten nach russischem Abzug bei Kiew gefunden

3. April 2022, 19:04 Uhr
Nach dem Abzug russischer Truppen hat die Ukraine eigenen Angaben zufolge in der Region rund um die Hauptstadt Kiew die Leichen von insgesamt 410 Bewohnern geborgen.
Für internationales Entsetzen sorgten am Sonntag Bilder aus dem Vorort Butscha, wo Leichen von Bewohnern auf der Strasse lagen. Die Ukraine macht für das Massaker russische Truppen verantwortlich.
© Keystone/AP/Rodrigo Abd

«Das ist eine Hölle, die dokumentiert werden muss, damit die Unmenschen, die sie geschaffen haben, bestraft werden», schrieb die ukrainische Generalstaatsanwältin Iryna Wenediktowa am Sonntagabend auf Facebook. Gerichtsmediziner und andere Spezialisten seien im Einsatz, um die Leichen zu untersuchen und Ermittlungen aufzunehmen.

Die stellvertretende Verteidigungsministerin der Ukraine, Hanna Maljar, hatte zuvor mitgeteilt, dass die Armee mehr als fünf Wochen nach dem russischen Einmarsch wieder die volle militärische Kontrolle über die Region um Kiew erlangt habe. Für internationales Entsetzen sorgten am Sonntag Bilder aus dem Vorort Butscha, wo Leichen von Bewohnern auf der Strasse lagen. Die Ukraine macht für das Massaker russische Truppen verantwortlich, die die kleine Stadt bis vor kurzem besetzt hatten. Moskau bestreitet das. 

Quelle: sda
veröffentlicht: 3. April 2022 19:04
aktualisiert: 3. April 2022 19:04
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