Waffenlieferung

Olaf Scholz lässt sich von Putins Warnung nicht einschüchtern

30. Mai 2022, 19:37 Uhr
Am Wochenende warnte Putin den deutschen Kanzler bei einem Telefonat mit ihm und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron vor der Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine. Diese würde die humanitäre Krise verschärfen, meinte er. Olaf Scholz zeigt sich unbeeindruckt.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich unbeeindruckt von den Warnungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin vor weiteren Waffenlieferungen des Westens in die Ukraine gezeigt. Man dürfe sich keine Angst machen lassen, sagte der SPD-Politiker in einem Interview der ARD- «Tagesthemen». «Und deswegen werden wir fortfahren mit dem, was wir angefangen haben.»

Deutschland unterstützt Ukraine

Dazu gehörten neben weiteren Waffenlieferungen an die Ukraine auch die bessere Ausrüstung der Bundeswehr über das geplante 100-Milliarden-Programm. Deutschland werde «die Ukraine so lange unterstützen, wie das notwendig ist», betonte Scholz.

Putin hatte am Wochenende in einem Telefonat mit Scholz und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron vor der Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine gewarnt. Das berge das Risiko einer weiteren Destabilisierung der Lage und der Verschärfung der humanitären Krise, sagte Putin nach Angaben des Kremls.

Schweres Geschütz erwünscht

Die Bundesregierung hat bisher die Lieferung von zwei Arten schwerer Waffen zugesagt: 50 Gepard-Luftabwehrpanzer und sieben Panzerhaubitzen 2000. Letzteres sind schwere Artilleriegeschütze. Die Ukraine fordert aber auch Kampf- und Schützenpanzer, Mehrfachraketenwerfer oder Antischiffsraketen.

(sda/roa)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 30. Mai 2022 19:38
aktualisiert: 30. Mai 2022 19:38
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