Ukraine

Putin ehrt russische Soldaten nach Gräueltaten in Butscha

19. April 2022, 05:38 Uhr
Nach dem Abzug russischer Truppen aus der ukrainischen Stadt Butscha hat Präsident Wladimir Putin Soldaten geehrt, die dort im Einsatz waren. In dem Ort nahe der Hauptstadt Kiew waren Kriegsverbrechen verübt worden – mutmasslich von Russen.
Putin lobte nach Angaben des Kremls «versierte und entschlossene Handlungen» der Soldaten im Zuge der «militärischen Spezial-Operation», wie der Krieg in Russland genannt wird.
© KEYSTONE/EPA/OLEG PETRASYUK

Putin würdigte die 64. Motorschützenbrigade am Montag in Moskau für besondere Verdienste, Heldentum und Tapferkeit, wie der Kreml mitteilte.

Die Bilder getöteter ukrainischer Zivilisten aus Butscha hatten Anfang des Monats rund um die Welt für Entsetzen gesorgt. Insgesamt wurden in der Stadt rund 20 Kilometer nordwestlich von Kiew mehr als 400 Leichen gefunden, teils mit auf den Rücken gebundenen Händen.

Die Ukraine wirft den russischen Soldaten deshalb schwerste Kriegsverbrechen vor. Der ukrainische Geheimdienst sprach von «Massenmord», den die Angehörigen der 64. Motorschützenbrigade der 35. Armee der Russischen Föderation begangen hätten. Russland bestreitet, etwas mit den Gräueltaten zu tun zu haben. Inzwischen laufen internationale Ermittlungen. Es gibt zahlreiche Forderungen, die Verantwortlichen vor ein internationales Gericht zu stellen.

Putin lobte nach Angaben des Kremls «versierte und entschlossene Handlungen» der Soldaten im Zuge der «militärischen Spezial-Operation», wie der Krieg in Russland genannt wird. Sie hätten auf vorbildliche Weise Mut und hohen Professionalismus gezeigt. 

Quelle: sda
veröffentlicht: 19. April 2022 05:38
aktualisiert: 19. April 2022 05:38
Anzeige