Italien

Räuber in Tunnel zu Banktresor verschüttet – Feuerwehr muss ihn retten

12. August 2022, 12:49 Uhr
Eine kriminelle Bande wollte in Rom in einen Tresorraum einbrechen. Doch während der Grabungen wurde einer der Bankräuber im eigenen Tunnel verschüttet. Die Feuerwehr musste ihn anschliessend retten.
Die Feuerwehr musste acht Stunden lang parallel einen Tunnel graben, um den Verschütteten zu retten.
© Vigili del Fuoco
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Was ein spektakulärer Diebstahl à la «Haus des Geldes» hätte werden sollen, endete für einen Bankräuber in Rom im Desaster. Die kriminelle Bande wollte unweit des Vatikans einen Tunnel in den Tresorraum einer Bank graben. Doch der Tunnel stürzte ein und begrub einen der Diebe. Drei Komplizen konnten zwar flüchten, die Carabinieri schnappten sie aber kurz darauf.

«Befreien Sie mich!»

Der Verschüttete musste am Donnerstag acht Stunden lang ausharren. In dieser Zeit grub die Feuerwehr einen parallelen Tunnel, um den Mann zu retten. Laut der Zeitung «Krone» rief er dabei: «Hilfe, bitte befreien Sie mich!» Zahlreiche Menschen verfolgten den Einsatz vor Ort und applaudierten den Einsatzkräften nach der Rettung.

Es war auch einer der Komplizen, der den Notruf absetzte, als sein Kollege eingeklemmt wurde. Die Sanitäter vor Ort versorgten den Dieb nach der Rettung mit Sauerstoff und Flüssignahrung. Anschliessend brachten sie ihn ins Krankenhaus.

Einbrüche über Tunnels normal

In Italien sei es nicht aussergewöhnlich, dass Kriminelle über die Kanalisation in Juweliergeschäfte oder Banken eindringen, um diese auszurauben, so die Behörden. Solche Fälle gab es zuvor vor allem in Neapel.

(log)

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 12. August 2022 12:49
aktualisiert: 12. August 2022 12:49