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Regierung will Eichhörnchen Verhütungsmittel ins Futter mischen

Grossbritannien

Regierung will Eichhörnchen Verhütungsmittel ins Futter mischen

· Online seit 12.07.2022, 13:11 Uhr
Weil eine besondere Eichhörnchenart sich in Grossbritannien zu schnell verbreitet, greift die Regierung nun zu drastischen Mitteln: Den Tieren soll gezielt ein Verhütungsmittel verfüttert werden.
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Knapp drei Millionen Grauhörnchen sollen mittlerweile in Grossbritannien leben. Tendenz stark steigend. Die Art wurde ursprünglich aus Nordamerika eingeschleppt. Nun verbreitet sie sich aber so schnell, dass sie dem eigentlich heimischen roten Eichhörnchen mehr und mehr das Futter streitig macht. Deren Bestand sinkt rapide. Nur mehr 140'000 der etwas kleineren Nager soll es im Land geben.

«Wollen die britischen Wälder schützen»

Nun sieht sich die Regierung deshalb zu drastischen Schritten gezwungen, um die Ausbreitung des Grauhörnchens zu verhindern: Gezielt wolle man Verhütungsmittel an die Hörnchen verfüttern, um so deren Bestände einzudämmen, zitiert der «Standard» einen Berater des britischen Umweltministeriums. «Dies wird roten Eichhörnchen dabei helfen, wieder in ihre natürlichen Lebensräume zurückzukehren sowie den britischen Wald schützen und die Artenvielfalt vergrössern.»

Denn die Grauhörnchen bedrohen nicht nur die ihre eigenen Verwandten. Sie schaden auch den britischen Wäldern, da sie sich gerne von der Rinde junger Bäume ernähren und diese dadurch schwächen beziehungsweise abtöten.

Erste Versuche vielversprechend

Mit Verhütungsmittel im Futter soll dem nun entgegengewirkt werden. Neu entwickelte Mittel sollen sowohl bei männlichen als auch bei weiblichen Tieren wirksam sein, wie die Regierungsbehörde Animal and Plant Health Agency erklärt. Ob sich die Population damit eindämmen lässt, wird sich nun in den nächsten Monaten und Jahren weisen.

(baz)

veröffentlicht: 12. Juli 2022 13:11
aktualisiert: 12. Juli 2022 13:11
Quelle: Today-Zentralredaktion

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