Deutschland

Rotes Kreuz: Evakuierungsaktion aus Stahlwerk in Mariupol begonnen

1. Mai 2022, 17:26 Uhr
In der ukrainischen Hafenstadt Mariupol hat eine internationale Evakuierungsaktion zur Rettung von Zivilisten aus dem von russischen Truppen belagerten Stahlwerk begonnen. Beteiligt sind auch die Vereinten Nationen und das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), wie ein IKRK-Sprecher bestätigte. In einem Konvoi aus mehreren Bussen wurden nach ersten Angaben bereits mehrere Dutzend Zivilisten aus dem Stahlwerk Asovstal gebracht. Die Hoffnung ruht darauf, dass dies der Beginn einer grösseren Aktion sein könnte.
Das Satellitenbild zeigt Schäden am Metallurgischen Kombinat Asow-Stahl in Mariupol. Foto: Planet Labs Pbc/Planet Labs PBC/AP/dpa
© Keystone/Planet Labs PBC/AP/Planet Labs Pbc

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach am Sonntag von einer «ersten Gruppe von etwa 100 Menschen», die evakuiert worden seien. «Jetzt arbeiten wir zusammen mit den UN an der Evakuierung von weiteren Zivilisten aus der Anlage», schrieb er auf Twitter. Ukrainischen Angaben zufolge sollen in den Bunkeranlagen des Werks noch etwa 1000 Zivilisten eingeschlossen sein. Russland spricht von etwa 2500 Menschen, insbesondere Militärs und «ausländischen Söldnern».

Quelle: sda
veröffentlicht: 1. Mai 2022 17:26
aktualisiert: 1. Mai 2022 17:26
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