Unwetter

Sturmtief «Nadia» fegt über Norddeutschland: Hochwasser und ein Todesopfer

30. Januar 2022, 15:19 Uhr
In der Nacht auf Sonntag ist das Sturmtief «Nadia» über Norddeutschland hinweggefegt. Dabei hat der Sturm teils schwere Schäden angerichtet. Ein Fussgänger wurde von einem umgewehten Wahlplakat erschlagen. In Hamburg hat eine Sturmflut den Fischmarkt überschwemmt.
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Quelle: CH Media Video Unit / Katja Jeggli

Sturmtief «Nadia» ist mit gefährlichen Böen über Norddeutschland hinweggefegt und hat mehrere schwere Unglücke verursacht. Im brandenburgischen Beelitz kam ein Fussgänger ums Leben, weil ein Wahlplakat umgeweht wurde und auf ihn stürzte. In Bremen erlitt ein Mensch in einem Park schwere Verletzungen, als ein Baum auf ihn fiel. Mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu knapp 130 Stundenkilometern fegte «Nadia» in der Nacht zu Sonntag über viele Teile Norddeutschlands hinweg.

Die höchste Windgeschwindigkeit wurde auf Hallig Hooge (Kreis Nordfriesland) mit 127 km/h gemessen, sagte eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Sonntagmorgen. In List auf Sylt, Kap Arkona auf Rügen und Glücksburg bei Flensburg wurden Werte von 119 km/h in der Spitze gemessen.

Allein in Hamburg gab es nach Angaben der Polizei Hunderte Einsätze. Eine schwere Sturmflut setzte den Fischmarkt im Stadtteil Altona unter Wasser. Der Scheitel wurde nach BSH-Angaben gegen 0.17 Uhr erreicht. Der Wasserstand am Pegel St. Pauli lag 2,84 Metern über dem mittleren Hochwasser, wie eine Sprecherin mitteilte. Wie ein dpa-Fotograf berichtete, zog es Hunderte Schaulustige zum Fischmarkt. Durch die Überflutungen wurden demnach mehrere Autos beschädigt.

Auch an anderen Küstenabschnitten gab es Sturmfluten. «Zwar nicht überall eine schwere Sturmflut wie in Hamburg», sagte die BSH-Sprecherin. Es sei aber die gesamte deutsche Nordseeküste betroffen gewesen. In Bremerhaven habe der Scheitelwert beispielsweise bei 2,14 Metern über dem mittleren Hochwasser gelegen. Das BSH rechnete auch am Sonntag noch mit Sturmfluten oder schweren Sturmfluten an den Küsten.

Quelle: CH Media/sda
veröffentlicht: 30. Januar 2022 14:51
aktualisiert: 30. Januar 2022 15:19
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