US-Zwischenwahlen

Trump nennt Midterms «etwas enttäuschend» – und lobt sich zugleich selbst

9. November 2022, 21:59 Uhr
Die grosse republikanische Welle blieb bei den US-Zwischenwahlen aus. Der frühere Präsident Donald Trump zieht ein durchgezogenes Fazit.
Donald Trump zieht Fazit zu den Midterms. (Archivbild)
© Keystone/AP/Joe Maiorana
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Ex-Präsident Donald Trump hat die Ergebnisse der US-Zwischenwahlen als «in gewisser Weise etwas enttäuschend» bezeichnet – sieht sie aber als einen persönlichen Erfolg. Die Mehrheit der Kandidatinnen und Kandidaten, die er unterstützt habe, hätten bei den sogenannten Midterms gesiegt, schrieb er am Mittwoch auf der von ihm mitgegründeten Plattform Truth Social.

«Wer hat jemals besser abgeschnitten?», fragte er. Tatsächlich haben in knappen Rennen prominente Schützlinge von Trump verloren oder lagen hinten. Erfolgreich waren von ihm unterstützte Kandidaten vor allem dort, wo die Zustimmung für die Republikaner ohnehin hoch ist.

Trump-Konkurrent ist grosser Sieger

Eine besonders schwere Niederlage für Trump war das Rennen im umkämpften US-Bundesstaat Pennsylvania. Dort verlor bei der Abstimmung für den Senatssitz sein Schützling Mehmet Oz. In Georgia muss der Trump-Anhänger Herschel Walker in die Stichwahl für den Senatssitz. In Arizona lief die Auszählung der Ergebnisse weiter. Prognosen zufolge konnte Trumps Kandidatin für das Gouverneursamt, die Wahlleugnerin Kari Lake, dort in den vergangenen Stunden aufholen, lag aber weiter knapp hinter der demokratischen Kandidatin.

Ron DeSantis, republikanische Gouverneur von Florida, spricht während einer Wahlkampfveranstaltung. Foto: Lynne Sladky/AP/dpa
© Keystone/AP/Lynne Sladky

Ein Erfolg hingegen gelang dem Republikaner Ron DeSantis mit seiner überzeugenden Wiederwahl zum Gouverneur von Florida. Er gilt parteiintern als grösster Trump-Konkurrent mit Blick auf die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner für das Jahr 2024.

(sda/ris)

Quelle: BärnToday
veröffentlicht: 9. November 2022 22:01
aktualisiert: 9. November 2022 22:01